26. August 2005 · Quelle: MAZ

Neuer Standort für Mahnmal

NUTHETAL Für das Mah­n­mal, das an das ehe­ma­lige Zwangsar­beit­er­lager am Bahn­hof Rehbrücke erin­nern soll, ist ein neuer Stan­dort gefun­den. Wie von Eri­ka Haenel zu erfahren war, soll es nun — von Pots­dam aus gese­hen — rechts der Arthur-Sche­unert-Allee etwa in Höhe der Ein­mün­dung zur Beethoven­straße aufgestellt wer­den. Dort gibt es eine kleine, hüb­sche Stelle auf kom­mu­naler Fläche, sagte Eri­ka Haenel, Vor­sitzende des Ortsvere­ins und maßge­bliche Ini­tia­torin des Erin­nerung­sortes.

Auch der Ter­min der Ein­wei­hung ste­ht inzwis­chen fest. Am 25. Sep­tem­ber, 17 Uhr, wird der ehe­ma­lige Zwangsar­beit­er Frans Raspé das Mah­n­mal enthüllen. Der neue Stan­dort ist etwa 100 Meter vom ursprünglich anvisierten Platz gegenüber dem früheren Spezial­baugelände ent­fer­nt. Dieser bis­lang vorge­se­hene Stan­dort hat­te nicht den Segen der Deutschen Bahn. Das Unternehmen will die dor­tige Fläche, die ihr gehört, verkaufen.

Unter­dessen arbeit­et eine Gruppe von Kün­stlern und Kun­sthandw­erk­ern aus Bergholz-Rehbrücke an der Gestal­tung des Mah­n­mals, das u.a. mit ein­er sym­bol­isierten Eisen­bahn­schwelle und ein­er Gedenk­tafel an die dun­kle Zeit erin­nern wird. Auf der Gedenk­tafel soll eine Planze­ich­nung vom Lager zu sehen sein. Und unter der Über­schrift “Gegen das Vergessen” wird informiert, dass es ein Durch­gangslager für Zwangsar­beit­er aus den von Deutsch­land beset­zten Län­dern war. Die Finanzierung des Mah­n­mals über Spenden ist auch gesichert, sagte Eri­ka Haenel. Wer es ermöglichte, wird eben­so schriftlich fest­ge­hal­ten: “… Bürg­er der Gemeinde Nuthetal wid­men diese Tafel dem Gedenken an geschehenes Unrecht.” Vor der Ein­wei­hung ist am 23.September zudem eine Ver­anstal­tung u.a. mit dem Zeitzeu­gen Frans Raspé geplant. Auch eine kleine Foto­schau wird zu sehen sein. Titel: “Bevor das Gras drüber wächst.”

Die Kün­stler wollen das Mah­n­mal übri­gens so gestal­ten, dass es samt Fun­da­ment mit einem Kran leicht an einen anderen Ort ver­set­zt wer­den kann. Wie berichtet, kön­nte es nach Fer­tig­stel­lung der geplanten P+R‑Anlage am Bahn­hof dort seinen endgülti­gen Platz find­en.

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