8. November 2005 · Quelle: autonome antifa frankfurt (Oder) - aaffo

Nichts und Niemand ist vergessen”

Am kom­menden Mittwoch, den 9. Novem­ber, jährt sich zum 67. mal die Reich­skristall­nacht vom 9. auf den 10. Novem­ber 1938.

Im Rah­men der Novem­ber­progrome zer­störten SA und SS zusam­men mit dem deutschen Volksmob zahlre­iche jüdis­che Geschäfte und Gebet­shäuser. Allein 200 Syn­a­gogen wur­den in dieser Nacht reich­sweit niederge­bran­nt, min­destens 97 weit­ere kom­plett zer­stört. Damit begann die sys­tem­a­tis­che Enteig­nung und Ver­fol­gung jüdis­chen Lebens in Deutsch­land, die in der “Shoa” mit der Ermor­dung von zwei Drit­tel der jüdis­chen Bevölkerung Europas mün­dete.

Auch Frank­furt (Oder) war teil dieser Progrome. Am 10. Novem­ber wird der bekan­nte Geschäfts­mann Hirsch von SA-Leuten an einem Strick durch die Straßen geführt. Auf Brust und Rück­en das Schild “Ich bin ein Juden­schwein”. Eine Nacht zuvor hat­te der anti­semtis­che Mob bere­its die
Syn­a­goge der jüdis­chen Gemeinde in Frank­furt (Oder) in der ehe­ma­li­gen Tuch­macher­gasse niederge­bran­nt. In unmit­tel­bar­er Nähe ihres Sta­dortes, auf dem Brun­nen­platz, erin­nert heute ein Gedenkstein an die Ereignisse von
1938.

Jedes Jahr am Abend des 9. Novem­ber nehmen Vertreter der neues jüdis­chen Geminde, der Stadt und der anderen Kirchen den Tag zum Anlass am Stein zu Gedenken. Auch wir hal­ten es für notwendig nie zu vergessen wozu diese Nation fähig war. Vor dem Hin­ter­grund ein­er wieder selb­st­be­wusst auftre­tenden Naziszene in Teilen unser­er Stadt ist es unsere Auf­gabe als AntifaschistIn­nen auf die Aktu­al­ität der gern ver­leugneten Gefahr von Rechts hinzuweisen und dort zu inter­ve­nieren wo Nazis wieder einen Fuß auf den Boden bekom­men.

Daher rufen wir zur Teil­nahme am Gedenken am Brun­nen­platz auf. Kommt alle am Mittwoch, den 9. Novem­ber um 19.00 Uhr zum Brun­nen­platz.
Bringt Fah­nen und Trans­par­ente mit.

autonome antifa frank­furt (Oder) — aaf­fo

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