3. Mai 2005 · Quelle: MAZ

Nobelpreisträger für Garnisonkirche

WASHINGTON/POTSDAM Beim Wieder­auf­bau der Gar­nisonkirche set­zt die
Förderge­sellschaft “Ruf aus Pots­dam” weit­er auf die Kom­pe­tenz des Pro­jek­ts
Frauenkirche. So wird Gün­ter Blo­bel, der in den USA bere­its als Präsi­dent
des Vere­ins “Friends of Dres­den” Geld für den Auf­bau der Barock­kirche in der
Elbestadt sam­melte, jen­seits des großen Teichs nun auch für Pots­dam tätig
wer­den. Derzeit befind­et sich in Wash­ing­ton der Vere­in “Friends of the
Gar­nisonkirche Pots­dam” in der Grün­dung, dem Blo­bel als Vor­standsmit­glied
ange­hören soll. Das bestätigte Hans‑P. Rhein­heimer, Vor­sitzen­der des
Pots­damer Fördervere­ins, gestern auf MAZ-Nach­frage.

Vier bis fünf Mit­glieder wür­den dem amerikanis­chen Fördervere­ins­ableger
zunächst ange­hören, “aber wir hof­fen natür­lich, dass es bald mehr wer­den”,
so Rhein­heimer.

Die Depen­dance solle in Ameri­ka gezielt bei Fir­men um Spenden­gelder wer­ben,
die einen “Bezug zu Berlin, Bran­den­burg oder Preußen” hät­ten, hieß es
weit­er.

Der in Schle­sien geborene Arzt und Wis­senschaftler Gün­ter Blo­bel, der 1967
in die USA über­siedelte und mit­tler­weile amerikanis­ch­er Staats­bürg­er ist,
erhielt 1999 für seine Arbeit­en auf dem Gebi­et der Zell­forschung den
Medi­zin-Nobel­preis. Rund 800 000 Euro seines Preis­geldes stiftete er vor
fünf Jahren für den Wieder­auf­bau der Frauenkirche. Er freue sich sehr, dass
Blo­bel seine Bere­itschaft zur Mitar­beit erk­lärt habe, betonte Rhein­heimer.

Nach seinen Angaben wird derzeit auch in Lon­don die Grün­dung eines
Fre­un­deskreis­es für die Gar­nisonkirche vor­bere­it­et. Daneben gibt es bere­its
einen “sehr regen” Ableger in Cara­cas (Venezuela) und einen in Warschau.
Dort sei man in Kon­takt mit einem auf his­torische Abbil­dun­gen
spezial­isierten Maler, den man für das Vorhaben gewin­nen wolle, sagte
Rhein­heimer.

Zum Stand des Kon­tos wollte sich der Fördervere­ins-Chef jedoch nicht äußern.
Die gezielte Spende­nak­tion sei erst ange­laufen, hieß es.

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