10. September 2003 · Quelle: LR

Noch mehr HipHop, Graffiti und Rap in Spremberg

Das Pro­jekt «HipHop braucht kein Men­sch, aber Men­sch braucht HipHop» von
Civ­i­tas, der Ini­tia­tive gegen Recht­sex­trem­is­mus in den neuen Bun­deslän­dern,
ist im Som­mer auch in Sprem­berg ange­laufen und wird noch bis zum Jahre­sende
durch ver­schiedene Aktio­nen in der Stadt und der Umge­bung
präsent sein. Neben der «East Side Gallery — Dosierte Kom­mu­nika­tion» , die
am kom­menden Fre­itag eröf­fent wird (die RUNDSCHAU berichtete) find­en seit
Schul­jahres­be­ginn auch ganztägige HipHop-Kurse an Sprem­berg­er Schulen
statt — in der Wirth­straßen­schule wird das zum Beispiel am Mon­tag, 22.
Sep­tem­ber, sein. Dort kön­nen die Schüler sich in den einzel­nen Bestandteilen
der HipHop-Szene aus­pro­bieren — so im Graf­fi­ti-Sprayen unter dem Titel
«Kun­st statt Frust» , beim DJ-Work­shop, beim Reimen und Tex­ten für den
eige­nen Rap oder beim Break­dance. «Der Effekt, den wir uns von der Arbeit
direkt vor Ort ver­sprechen, ist der dass nicht nur diejeni­gen, die an den
Kursen teil­nehmen, son­dern auch die Schüler, die nur zuschauen, mit HipHop
in Berührung kom­men» , sagt Bir­git Kamenz, die Lei­t­erin des Freizeitzen­trums
Bergschlöss­chen, das mit der Unter­stützung von Civ­i­tas Ver­anstal­ter des
Pro­jek­tes ist. «Die HipHop-Kul­tur war auch für unser Haus eine neue
Erfahrung, und wir haben gese­hen, dass es funk­tion­iert, wenn man gegen
mögliche rechte Ein­flüsse ganz andere kul­turelle Ange­bote set­zt.»

Vom 15. Sep­tem­ber bis 3. Okto­ber sollen deshalb auch täglich
Nach­mit­tagswork­shops im «Bergschlöss­chen» laufen.

HipHop konzen­tri­ert gibt es dann noch ein­mal bei einem fün­ftägi­gen
Work­shop-Woch­enende vom 13. bis 17. Okto­ber in den Herb­st­fe­rien.

Am 13. Dezem­ber soll das Ende des Pro­jek­tes mit ein­er Abschlusspar­ty
gefeiert wer­den, die von Jugendlichen selb­st vor­bere­it­et wird.

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