15. Juni 2004 · Quelle: MOZ

NPD-Aufmarsch große Demo entgegengesetzt

Eisen­hüt­ten­stadt (dpa) Mehrere hun­dert Men­schen haben in Eisen­hüt­ten­stadt (Oder-Spree) am Sonnabend gegen einen zeit­gle­ichen Auf­marsch der recht­sex­tremen NPD demon­stri­ert. “Die Ver­anstal­tun­gen ver­liefen ohne Zwis­chen­fälle”, sagte ein Polizeis­prech­er. Zur NPD-Demo gegen die EU-Oster­weiterung seien rund 90 Men­schen gekom­men. An der Gegen­demon­stra­tion unter dem Mot­to “Ja zu Europa — Brück­en verbinden”, zu der unter anderem die IG Met­all Ost­bran­den­burg aufgerufen hat­te, beteiligten sich laut
Gew­erkschaft 400 Menschen. 

Mit Plakat­en wie “Rechte Sprüche ver­nicht­en Arbeit­splätze” oder “Kein Raum für Nazis in unser­er Stadt” macht­en sie ihrem Unmut Luft. “Wir haben ein
klares Zeichen gegen Rechts geset­zt, denn ger­ade in dieser Region dürfen
Investi­tio­nen nicht durch ein recht­es Kli­ma ver­hin­dert wer­den”, sagte der
Chef der IG Met­all Ost­bran­den­burg, Peter Erns­dorf. Auch Mitar­beit­er der Eko
Stahl GmbH war­ben für Tol­er­anz und Weltof­fen­heit. Unter dem Mot­to “Wir fegen
ihn weg, den Nazidreck” reinigten zudem Teil­nehmer nach der NPD-Kundgebung
den Platz am Friedrich-Wolf-Theater. 

Nach Polizeiangaben wur­den während der Demon­stra­tio­nen gegen 36 “linke
Stör­er” Platzver­weise aus­ge­sprochen, Fes­t­nah­men gab es keine. “Alles ist
ruhig geblieben”, sagte der Sprech­er. Zu der Gegen­demon­stra­tion hatten
Unternehmen und Poli­tik­er mit den Worten aufgerufen: “Die EU-Erweiterung ist
eine gewaltige poli­tis­che, wirtschaftliche und soziale Herausforderung,
ins­beson­dere für die Men­schen in unser­er Region.”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Die Gast­stätte Ulmen­hof soll nicht erneut zum Tre­ff­punkt der AfD wer­den. Am 20.02. von 14 — 19 Uhr gibt es eine Kundge­bung für ein weltof­fenes Steinhöfel.
Im Innenauss­chuss des Bran­den­burg­er Land­tages wurde gestern bekan­nt, dass in der ehe­ma­li­gen Haf­tanstalt in Eisen­hüt­ten­stadt auss­chließlich “Men­schen nicht-deutsch­er Herkun­ft” wegen Ver­stoßes gegen Quar­an­täne­maß­nah­men inhaftiert wor­den sind.
Der Runde Tisch Asyl und Migra­tion Pots­dam-Mit­tel­mark ist ein bürg­er­schaftlich­er Zusam­men­schluss von Men­schen mit Flüchtlingser­fahrung, ehre­namtlichen Unterstützer*innen, Arbeitgeber*innen und Träger-Vertreter*innen.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot