27. April 2009 · Quelle: Antifa Bad Freienwalde

NPD-Infostand in Freienwalde

Am Sam­stag, dem 25.04.2009, hat­te der Kreisver­band Oder­land der Nation­aldemokratis­chen Partei Deutsch­lands (NPD) einen Infor­ma­tion­s­stand in Bad Freien­walde auf dem Mark­t­platz in der Karl-Marx-Straße 1, angemeldet und durchge­führt. Bekan­nt wurde dies am sel­ben Tag.
Rund Zehn NPD- Kad­er ver­sucht­en von 15.00 bis 17.00 Uhr kläglich ihr Infor­ma­tion­s­ma­te­r­i­al unter die Bürg­erIn­nen zu brin­gen. Viele davon zeigten deut­lich, dass sie an dem anti­semi­tis­chen, geschicht­sre­vi­sion­is­tis­chem und ras­sis­tis­chen Mate­r­i­al kein Inter­esse haben und schmis­sen diverse Aufk­le­ber, Fly­er und Zeitun­gen in den Mül­lko­rb, beziehungsweise vor die Füße der Verteil­er.
Obwohl die Aktion bis 18.00 Uhr angemeldet war, wurde diese vorzeit­ig abge­brochen. Die Gründe dafür sind allerd­ings nicht bekan­nt. Die Ver­anstal­ter waren außer­dem am sel­ben in Seelow und Wriezen mit ihrem Info­s­tand aktiv. Es ist bekan­nt, dass auch in diesen Städten, wie in Freien­walde, nie­mand vorher von den geplanten Aktio­nen der NPD unter­richtet wurde. Im Zuge dieser wur­den in der Stadt weiträu­mig Aufk­le­ber der NPD, der so genan­nten “Märkischen Aktions­front” (MAF) und der so gen­nan­ten “Kam­er­ad­schaft Märkisch Oder Barn­im” (KMOB) verklebt.
Bei dem Stand waren außer den Kadern der NPD Oder­land auch einige bekan­nte Schläger­nazis aus Freien­walde und Umge­bung anwe­send, die eine aggres­sive Atmo­sphäre ver­bre­it­eten, als einige Antifas ihren Unmut über die Ver­anstal­tung deut­lich äußerten. Unter ihnen befan­den sich: Hannes Burmeis­ter, Ricar­do Coss­mann, Robert Geb­hardt, die Nach­wuchs-Nazis Mario Wolf und Mike Schmidt, sowie Andrea Pun­zel aus Bralitz, welche zum Teil mit T‑Shirts der KMOB und der im Jahr 2005 ver­bote­nen recht­sradikalen Band Landser bek­lei­det waren.
Die Press­esprecherin der Antifa Bad Freien­walde, Lena Serath, sagt dazu fol­gen­des: “Ein weit­eres Prob­lem stellt immer­noch die Stadt­poli­tik dar, da davon auszuge­hen ist, dass die Genehmi­gung des Info­s­tandes von der Stadt erteilt wor­den ist. Daran wird das Desin­ter­esse der Stadt an antifaschsi­tis­chen Vorgän­gen inner­halb Freiewaldes ein­mal mehr deut­lich und das kon­se­quente Schweigen wird so zur Unter­stüzung neon­azis­tis­ch­er Struk­turen.”
Weit­er­hin erk­lärt sie: “Das diese sich immer weit­er ver­stärken zeigt unter anderem auch ein Vor­fall des vor­ange­gan­genen Abends. Am Fre­itag, gegen 22.10 Uhr wur­den rund 16 Neon­azis festgenom­men, die bei einem Tre­f­fen in ein­er Klein­gar­te­nan­lage mehrere anti­semi­tis­che Parolen, begleit­et durch “Sieg Heil”- Rufe riefen.”

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