29. April 2009 · Quelle: indymedia

Scheinbesetzung in Potsdam

Vor knapp 2 Wochen wurde in Potsdam ein Haus scheinbesetzt. Den Transparenten thematisierten die Räumung des Topf Squat in Erfurt und die Gentrifizierung der Städte.

Vor knapp einein­halb Wochen wurde in Pots­dam in der Stift­straße Ecke Zep­pelin­straße Ein Haus scheinbesetzt.

Wie am Sam­stag­mor­gen auf den Tran­spis zu lesen war sol­i­darisierten sich die Besetzter_innen mit dem geräumten Topf Squat in Erfurt.
Des Weit­eren war zu lesen dass sie die immer weit­er fortschre­i­t­ende Gen­tri­fizierung kri­tisierten und eine Stadt für Alle forderten.

Ver­mut­lich von Seit­en der Polizei / Besitzer_Innen des Haus­es wur­den die Tran­spis schon zum Son­ntag­mor­gen wieder ent­fer­nt. Somit bleiben nur noch einige Fotos vom Sam­stag die an die Beset­zung erinnern.

 

Lei­der find­en solche Aktio­nen in Pots­dam eher sel­ten statt, bleibt zu hof­fen das der Freiraumde­bat­te vom let­zten Novem­ber neuer Schwung ver­liehen wird und sich auch in Pots­dams Öffentlichkeit ver­schieden­ste Aktions­for­men wiederfind­en lassen.

Am 6.6. find­et in Pots­dam eine Demon­stra­tion statt die an die ver­gan­genen Proteste anschließen soll. Von den dama­li­gen Forderun­gen wurde her­zlich wenig umge­set­zt.
Der Spar­ta­cus sucht nach wie vor ein neues zu Hause, der Jugend­club S13 sitzt seit nun­mehr einem Jahr immer noch in seinen „Über­gangsräu­men“.
Das Archiv hat nach inten­siv­en baulichen Verän­derun­gen immer noch keine dauer­haften Verträge. Der Bauwa­gen­platz in der Tornow­straße muss voraus­sichtlich das Gelände in
3 Jahren ver­lassen und der OB von Pots­dam hat die Anzeigen im Zusam­men­hang mit der Räu­mung der Par­ty in der ehe­ma­li­gen Skater­halle immer noch nicht zurück genom­men,
stattdessen beg­nügt er sich mit Naziver­gle­ichen wenn mal die Stadtverord­neten­ver­samm­lung gestört wird.

http://www.youtube.com/watch?v=aTwXCHo4MS4

Lediglich die Char­lot­ten­str. 28 welche die Szenekneipe Olga, den Buch­laden Sput­nik und eine Bewohner_innenetage beherbergt hat einen Erbau­pachtver­trag bekom­men und die
La Datscha ist weit­er­hin erfol­gre­ich besetzt.

Bleibt zu hof­fen dass der Druck auf die Stadt weit­er erhöht wird und Die Pro­jek­te einen sicheren Sta­tus bekommen.

Auch wenn der Artikel mit fast 2 Wochen Ver­spä­tung reich­lich spät kommt ist es
Immer wieder schön von solchen Aktio­nen zu lesen.

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