6. November 2007 · Quelle: Indymedia

NPD-Mahnwache in Werder/Havel

Am 03.11.07 hat die NPD “Kreisver­band-Hav­el-Nuthe” mit Unter­stützung des Kreisver­ban­des- Ober­hav­el eine Mah­nwache in Werder/Havel bei Pots­dam durchge­führt. Sie war unter dem Mot­to: “Sozial geht nur Nation­al” angemeldet wor­den.

Im Vor­feld der Mah­nwache hat sich das, ein Jahr alte und in sich ver­strit­tene, Werder­an­er Bünd­nis KURAGE reor­gan­isiert und es geschafft alle Parteien an einen Tisch zubekom­men. Her­aus gekom­men ist dabei das recht krude Konzept des “Stillen Protestes”, welch­es so viel heißt wie: “Wir machen eine Men­schen­kette gegen über der NPD-Mah­nwache aber wollen diese nicht wirk­lich stören.” Des Weit­eren sollte gab es von Anfang an die Absprache ein­er Dis­tanzierung (optis­che durch das klare örtliche Abgren­zen) des Bünd­niss­es, bei eventuellen gewalt­täti­gen Aktio­nen. Nach ca. 2 Stun­den warten, in welchen das Bünd­nis “KURAGE” Unter­schriften für das Ver­botsver­fahren der NPD sam­melte, kamen die NPDler_innen in 3 Autos und waren erst­mal damit beschäftigt ihren Tapezier­tisch, ein Transper­ent (des Gib8 Bünd­nis von NPD/JN), NPD-Schirm + Stän­der auszu­pack­en. Als dieses geschehen und alle kon­trol­liert waren, macht­en sie sich ans Werk ihren klap­pri­gen Tisch aufzubauen, was einige Zeit dauerte. Während­dessen standen Bürger_innen (ca. 40) und Antifaschist_innen (ca. 30) auf der gegenüber­liegen­den Straßen­sei­et und bre­it­eten ihre Trans­par­ente aus. So war eines von der [a]alp, eines vom “Tol­er­an­ten Bran­den­burg”, eines des Bünd­niss­es “KURAGE” und 10 von Schüler_innen gemal­ten Trans­par­ente (diese ent­standen in einem Schüler­pro­jekt im Vor­feld des jährlichen “Heldenge­denkens in Halbe“) zuse­hen.

Um die NPDler_innen schon beim Auf­bau zu behin­dern machte sich eine Gruppe von ca. 20 Antifaschist_innen auf mit einem Trans­par­ent sie zu block­ieren. Doch durch leichte Gewalt und Schub­sen der Polizei wur­den sie wieder zurück gedrängt. Obwohl die anwe­senden Bürg­er vom Ver­anstal­ter aufge­fordert wur­den sich nun optisch zu dis­tanzieren, tat­en dies nur wenige. Von nun an mussten die NPDler_innen ihre Mah­nwache unter den lau­thals geschriehen­den Parolen (z.B.“ Stal­in­grad war wun­der­bar, Naziopa blieb gle­ich da!!!”) der Antifaschist_innen durch­führen. Die Mah­nwache der NPD erin­nerte allerd­ings eher an eine Wahlwer­bungsver­anstal­tung, unter anderem für den NPD Kan­di­dat Eckart Bräu­niger welch­er von einem Wahlplakat lächelte. Dafür, dass es eine Wahlver­anstal­tung war spricht auch, dass in Bran­den­burg 2008 Kom­mu­nal­wahlen sind und es Gerüchte gibt, dass sich ein NPD-Ortsver­band Werder/Havel grün­den will (der NPD “KV-Hav­el-Nuthe” hat seine Post­fachadresse schon in sel­biger Stadt). Der immer wieder gemachte Ver­such vor­beilaufende Bürger_innen anzus­prechen und mit Pro­pa­gan­da-Mate­r­i­al zu ver­sor­gen kann als Indiz dafür betra­chtet wer­den. Das Verteilen von NPD-Flug­blät­tern trug nur in ca. 5 Fällen Früchte, worauf hin die Gegner_innen der NPD riefen: “wirf den Scheiß weg!”. Der Wind war wohl an diesem Tag auch antifaschis­tisch geson­nen, so sorgt er für Wirbel auf dem NPD-Stand, worauf hin der NPD-Schirm wegflog und Teile des Standes mit sich nahm. Nach 3 Stun­den pack­ten die NPDler_innen wieder mit gesenk­tem Kopf ein und ver­schwan­den mit ihren drei Autos.

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