30. April 2012 · Quelle: Linksjugend ['solid] Oder-Spree

NPD überrascht von antifaschistischem Protest in Fürstenwalde

50 Antifaschist*Innen protestierten am Samstag gegen NPD-Infostand

 

Auf Ini­tia­tive der linksju­gend [’sol­id] Oder-Spree und der Plat­tform gegen Rechts Fürsten­walde protestierten am ver­gan­genen Sam­stag 50 Men­schen, darunter viele Jugendliche, gegen einen Info­s­tand der NPD in der Juri-Gagarin Straße in Fürstenwalde-Nord. 

 

Die Anhänger*Innen der NPD schienen sichtlich über­rascht über die 50 Antifaschist*Innen, die bere­its vor dem Ein­tr­e­f­fen der Neon­azis Trans­par­ente auf der gegenüber­liegen­den Straßen­seite anbracht­en und sich mit Trillerpfeifen aus­gerüstet hatten. 

 

Zwei Stun­den lang ver­suchte die NPD ihr Pro­pa­gan­da­ma­te­r­i­al unter die Anwohner*Innen zu brin­gen, was ihr nur mäßig gelang. Mit Sprechchören, lauter Musik und dem Verteilen von Zeitun­gen der „Kein Bock auf Nazis!“ Kam­pange kon­nte den Neon­azis, die mit einem Ban­ner für eine Abschot­tungspoli­tik in der EU war­ben, der Raum für ihre men­schen­ver­ach­t­ende Pro­pa­gan­da genom­men wer­den. Schon bevor Passant*Innen den NPD-Stand passierten, kon­nten sie auf die Neon­azis aufmerk­sam gemacht wer­den und bekun­de­ten daraufhin ihre Sol­i­dar­ität mit den Protestieren­den. Einige wenige sucht­en jedoch gezielt den Info­s­tand der Neon­azis auf, darunter auch Kinder aus den angren­zen­den Wohnge­bi­eten. Die Wäh­ler­schaft in Fürsten­walde – Nord stellt für die Neon­azis eine wichtige Basis dar, so erre­icht­en sie hier teil­weise mehr als sechs Prozent bei den ver­gan­genen Land­tagswahlen im Jahre 2009. 

 

Keine Über­raschung stellte die Anwe­sen­heit der bekan­nten NPD Anhänger*Innen aus Fürsten­walde und Storkow dar. Neben Manuela Kokott aus Fürsten­walde erschien 

auch Klaus Beier mit sein­er Frau Nadine Müller aus Storkow, die den Info­s­tand jedoch nach ein­er Stunde wieder vorzeit­ig ver­ließen. Dazu gesell­ten sich Frank Odoy und Mar­cel Teske aus Fürsten­walde. Der NPD’ler und der selb­ster­nan­nte „Anti-Antifa Aktivist“ ver­sucht­en am 26. Jan­u­ar bei ein­er Holo­caust-Gedenkdemon­stra­tion in Fürsten­walde Demon­stri­erende abzufotografieren.

 

Den Protestieren­den wurde zwei mal der Hit­ler­gruß aus vor­beifahren­den Autos gezeigt, gegen eine Per­son wurde Anzeige erstattet.

 

Kon­nte die NPD in den ver­gan­genen Jahren oft unbe­hel­ligt ihre Infos­tände in Fürsten­walde durch­führen, wird sie nun mit bre­it­em, antifaschis­tis­chem Wider­stand kon­forn­tiert und auch in Zukun­ft damit rech­nen müssen!

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