19. Juli 2002 · Quelle: Märkische Allgemeine

NPD´ler kandidiert für die Bundestagswahl

NEURUPPIN Sie haben die erste Hürde genom­men: Die noch in Lud­wigs­felde wohnende Ines Kunz, die für die Bun­destagswahlen am 22. Sep­tem­ber als Einzel­be­wer­berin startet, hat bis zum 18. Juli eben­so die 200 Unter­stützerun­ter­schriften vorgelegt wie der Neu­rup­pin­er Renald Christopeit, der für die NPD antritt. 

Sollte der Kreiswahlauss­chuss am 26. Juli nicht noch gravierende Män­gel in den Unter­la­gen ent­deck­en, buhlen damit an jen­em entschei­den­den Sep­tem­ber­son­ntag sieben Kan­di­dat­en um die Gun­st der Wäh­ler im Bun­destagswahlkreis 56. Weit­ere Vorschläge kön­nen nicht mehr ein­gere­icht wer­den. Die Frist dafür endete am Don­ner­stagabend, Punkt 18 Uhr. 

Unter den sieben Kan­di­dat­en sind mit den Bun­destagsab­ge­ord­neten Ernst Bahr aus Fehrbellin (SPD) und Wolf­gang Gehrcke aus dem Prig­nitz-Ort Hop­pen­rade (PDS) zwei alte Hasen. Die Christ­demokrat­en set­zen dies­mal auf den Prig­nitzer Tier­arzt Sieg­bert Meseck aus Berge, der allerd­ings in der Ost­prig­nitz und im Rup­pin­er Land ein nahezu unbeschriebenes Blatt ist. Bünd­nis 90/Die Grü­nen ver­trauen hinge­gen auf Wolf­gang Freese. Der Neu­rup­pin­er wiederum muss sich erst in der Prig­nitz noch einen Namen machen — genau­so wie der Lin­dow­er Gas­tronom Bert Groche, der für die FDP ins Ren­nen um die meis­ten Kreuze geht. 

Die Kan­di­dat­en dieser fünf etablierten Parteien benötigten übri­gens keine Unter­stützerun­ter­schriften, da ihre Parteien im Bun­destag vertreten sind, weiß Detlef Gel­bke. Gel­bke ist als Kreiswahlleit­er zuständig für den Bun­destagswahlkreis 56. Dieser umfasst die Land­kreise Ost­prig­nitz-Rup­pin, Prig­nitz sowie die Ämter Rhi­now und Frie­sack im Havelland. 

Der Wahlkreis ist damit größer als noch vor vier Jahren. Denn wegen der schwinden­den Bevölkerung waren die Wahlkreise neu eingeteilt und deren Anzahl reduziert wor­den. Gab es vor vier Jahren noch 328 Wahlkreise, sind es jet­zt 299.

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