2. Juli 2004 · Quelle: MOZ / Tagesspiegel

Obdachloser Jürgen W. ist angezündet worden

Beeskow (rb/MOZ) Nun ist erschreck­ende Gewis­sheit, was viele Beeskow­er befürchtet haben: Jür­gen W. hat sich in der Nacht zum 16. Juni nicht selb­st angezün­det, er ist in Brand geset­zt wor­den. Zwei tatverdächtige Jugendliche
aus Beeskow wur­den gestern dem Ermit­tlungs­gericht vorgeführt. 

Bürg­er­meis­ter Fritz Taschen­berg­er reagierte nach Bekan­ntwer­den entset­zt. “Es ist so schlimm, dass man es nicht in Worte fassen kann. Die Kon­flik­t­lage auf
dem Frö­belplatz ist uns ja bekan­nt, aber dass so etwas passiert, hätte ich nicht für möglich gehal­ten.” Dieses Ver­brechen müsse mit der ganzen Härte des Geset­zes geah­n­det wer­den. Auch Rose­marie Jurisch, Stadtverord­nete und
Vor­sitzende des Jugen­dauss­chuss­es, zeigte sich erschüt­tert: “Wenn es Jugendliche gibt, die nicht ein­mal vor wehrlosen Men­schen halt machen, dann ist der Wertev­er­fall schon sehr weit vor­angeschrit­ten. Wir dür­fen nicht mehr weggucken.” 

Und Roland Brunotte, Chef des Vere­ins Bumerang, der das Obdachlosen­heim betreibt, in dem der Geschädigte Jür­gen W. gewohnt hat, meint: “Er war ja im ver­gan­genen Jahr schon ein­mal über­fall­en und am Bein ver­let­zt wor­den. Was
jet­zt passiert ist, ist so was von schlimm.” Brunotte glaubt nicht daran, dass bes­timmte Jugendliche sich von dem Vor­fall beein­druck­en lassen. “Obdachlose haben mir erzählt, dass ihnen kurz nach dem 16. Juni ange­dro­ht wor­den ist: Bald brennst du auch.” 

Obdachlosen angezün­det: Zwei Haft­be­fehle erlassen

(Tagesspiegel) Frank­furt (Oder) (dpa/bb) — Der in Brand geset­zte Obdachlose von Beeskow (Oder-Spree) war Opfer eines Bran­dan­schlages. Gegen zwei Män­ner im Alter von
18 und 22 Jahren sei Haft­be­fehl erlassen wor­den, sagte ein Sprech­er der Staat­san­waltschaft Frank­furt (Oder) am Fre­itag und bestätigte damit Medi­en­berichte vom sel­ben Tag. Der 35-jährige Obdachlose war am 16. Juni
bren­nend auf ein­er Park­bank ent­deckt wor­den. Er wurde lebens­ge­fährlich ver­let­zt. Ein­er der bei­den Beschuldigten hat die Tat gestanden.

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