11. März 2016 · Quelle: Cottbus Nazifrei

Offener Brief bezüglich der Linksextremismus-Vorwürfe gegen Verein und Bündnis

+++ Link­sex­trem­is­mus-Vor­würfe seit­ens einzel­ner Stadtverord­neter
+++ Spal­tung emanzi­pa­torisch­er Kräfte darf nicht zuge­lassen wer­den
+++ Offen­er Brief als Antwort gegen Vor­würfe von Vere­in und Bünd­nis ver­fasst
Die Stadtverord­neten Jür­gen Maresch (partei­los, ehem. Die Linke) und Wolf­gang Bialas (CDU) haben in der Stadtverord­neten­ver­samm­lung Link­sex­trem­is­mus-Vor­würfe gegen den Vere­in für ein
mul­ti­kul­turelles Europa e. V. sowie gegen das Bünd­nis Cot­tbus Naz­ifrei! vorge­bracht. Der Vere­in sah sich daraufhin gezwun­gen, den Antrag für eine jahre­lang gezahlte Unter­stützung vom
Jugen­damt zurück zu ziehen. Maresch fordert des Weit­eren die Stadt dazu auf, die Zusam­me­nar­beit mit dem Bünd­nis Cot­tbus Naz­ifrei! aufzugeben. Bei­de Ini­tia­tiv­en sollen sich vom
„Link­sex­trem­is­mus“ dis­tanzieren, um Sank­tio­nen zu ver­mei­den. „Wir haben jahre­lang eine finanzielle Unter­stützung für unsere vielfälti­gen Pro­jek­te seit­ens des Jugen­damtes erhal­ten. Durch
die Vor­würfe kön­nen wir diese Pro­jek­te nur noch schw­er ver­wirk­lichen“, so Maria Schnei­der vom Mul­ti­kul­ti-Vere­in.
Das Bünd­nis Cot­tbus Naz­ifrei! und der Vere­in arbeit­en eng zusam­men und sind für die alter­na­tive Jugend­kul­tur in Cot­tbus unverzicht­bar. Im Bezug auf die Arbeit gegen faschis­tis­che Struk­turen
kon­nte in Cot­tbus schon viel erre­icht wer­den. Die Proteste am 15. Feb­ru­ar sind dafür beispiel­haft. Die gute Zusam­me­nar­beit mit dem Aktions­bünd­nis Cot­tbuser Auf­bruch und der Stadt ist zudem ein
lan­desweites Vorzeige­pro­jekt. „‘Cot­tbus beken­nt Farbe’ sollte auch weit­er­hin weg­weisend im Kampf gegen Neon­azis und ras­sis­tis­che Het­ze sein. Wir sind froh, dass in Cot­tbus eben keine
Säch­sis­chen Ver­hält­nisse herrschen“, meint Luise Mey­er von Cot­tbus Naz­ifrei!
Beson­ders in der aktuellen Sit­u­a­tion ein­er erstark­enden Recht­en in Deutsch­land ist es wichtig, diese Zusam­me­nar­beit nicht zu gefährden. Alle demokratis­chen Kräfte müssen im Kampf gegen Organ­i­sa­tio­nen wie Pegi­da, die AfD und ver­meintlich „besorgte und heimatver­bun­dene Bürg­er­be­we­gun­gen“ zusam­men hal­ten und ihre ras­sis­tis­che Het­ze sowie Rück­wärts­ge­wandtheit entkräften und aufdeck­en.
Anla­gen:
Offen­er Brief
Hin­ter­grund­text zur Entste­hung des Offe­nen Briefs
Weit­ere Infor­ma­tio­nen:
www.cottbus-nazifrei.info // fb/­cot­tbus-stellt-sich-quer
www.zelle79.blogspot.de/

One Reply to “Offener Brief bezüglich der Linksextremismus-Vorwürfe gegen Verein und Bündnis”

  1. Na ja, es nimmt in Bran­den­burg immer groteskere Züge an, wenn es darum geht, unbe­queme Engagierte auszuschal­ten. Da freut sich doch das “Rechte Lager”, beson­ders deshalb, wenn ehe­ma­lige Linke mit von der der Par­tie sind, gemein­sam mit der CDU, vielle­icht auch irgend­wann mit der AfD Front machen gegen Nazigeg­n­er!

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