21. Juni 2003 · Quelle: MOZ

Orthodoxes Gedenkkreuz auf Seelower Höhen geschändet

Seelow (ddp-lbg). Das rus­sisch-ortho­doxe Kreuz in der Gedenkstätte Seelow­er
Höhen am Oder­bruch ist geschän­det wor­den. Unbekan­nte brachen einen
Quer­balken des Holzkreuzes ab, sagte ein Mitar­beit­er des Muse­ums am Fre­itag
auf ddp-Anfrage. Zudem seien Blu­men auf dem sow­jetis­chen Ehren­fried­hof
aus­geris­sen und ein Relief gewalt­sam ent­fer­nt wor­den. Die Gedenkstätte habe
nach dem am Don­ner­stag ent­deck­ten Vor­fall Anzeige erstat­tet.

Hin­weise auf mögliche Täter gibt es bish­er nicht, sagte eine
Polizeis­precherin. Nach ihren Angaben werde wegen gemein­schädlich­er
Sachbeschädi­gung ermit­telt.

Das rund 2,50 Meter hohe Holzkreuz war erst vor drei Wochen durch den
rus­sisch-ortho­dox­en Met­ro­po­l­iten Ger­man von Wol­gograd und Kamyschin geseg­net
wor­den. Es ste­ht am Fuße des sow­jetis­chen Sol­da­ten­denkmals von 1945, das
eben­so wie die 1972 eröffnete und nach der Wende umgestal­tete Gedenkstätte
an die let­zte große Feld­schlacht des Zweit­en Weltkriegs erin­nert. Im April
1945 waren vor den Seelow­er Höhen schätzungsweise mehr als 100 000 Sol­dat­en
und Zivilis­ten ums Leben gekom­men.

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