29. April 2005 · Quelle: Ravensbrückblätter

Perspektiven antifaschistischer Gedenkarbeit

(Ravens­brück­blät­ter)Den „Per­spek­tiv­en antifaschis­tis­ch­er Gedenkar­beit“ wid­met sich eine Tagung vom 17. bis 19. Juni in Pots­dam. Wenige Wochen nach den 60. Jahresta­gen der Befreiung der Konzen­tra­tionslager soll es im Lichte dieser Ereignisse unter anderem darum gehen, wie im Sinne der ehe­ma­li­gen Häftlinge Erin­nerungspoli­tik gestal­tet wer­den kann, wenn diese ihre Inter­essen nicht mehr wie bish­er vertreten kön­nen. Dies soll zusam­men mit Über­leben­den disku­tiert wer­den. Ein wichtiges Anliegen ist zudem die Ver­net­zung von Per­so­n­en und Organ­i­sa­tio­nen, die sich mit Erin­nerungspoli­tik sowie der Arbeit und Aus­rich­tung von KZ-Gedenkstät­ten befassen. Organ­isiert wird die dre­itägige Ver­anstal­tung von der Lagerge­mein­schaft Ravensbrück/Freundeskreis e. V. und den Fre­undIn­nen des Sachsenhausenkomitees. 

Die Tagung begin­nt am Fre­itag mit der Berüßung und der ein­er Podi­ums­diskus­sion zum The­ma „Erin­nern heute – Plä­doy­er gegen die Egal­isierung zum Opfer“. Hier soll nach der gesellschaftlichen Sit­u­a­tion und ihrer Poli­tik mit der Ver­gan­gen­heit in der Gegen­wart gefragt wer­den. Am Sam­stag ste­ht die Frage, wie die Zukun­ft des Erin­nerns ausse­hen kann, im Mit­telpunkt. Dazu sind ehe­ma­lige Konzen­tra­tionslager-Häftlinge aus Polen, Frankre­ich und Deutsch­land ein­ge­laden. In Arbeits­grup­pen soll es unter anderem um die Frage des Ver­mächt­niss­es sowie der Zusam­me­nar­beit mit den Gedenkstät­ten gehen. Zum Abschluss der Tagung am Son­ntag wid­met sich eine Podi­ums­diskus­sion mit Vertreterin­nen und Vertretern ver­schieden­er Lagerge­mein­schaften, dem Zen­tral­rat der Juden in Deutsch­land und dem Zen­tral­rat der Sin­ti und Roma der Zukun­ft der Opferverbände. 

Die Tagung find­et in der Fach­hochschule Pots­dam, Friedrich-Ebert-Str. 6 statt. Der Teil­nah­me­beitrag beträgt ohne Unterkun­ft inklu­sive Verpfle­gung 35, ermäßigt 25 Euro. Es ste­hen in begren­zter Zahl Plätze in ein­er Jugend­her­berge zur Ver­fü­gung. Verbindliche Anmel­dung schriftlich an: Tagung, c/o ravens­brück­blät­ter, Post­fach 360349, 10973 Berlin oder per E‑Mail unter antifa_gedenken@web.de.

Spenden unter dem Stich­wort „Tagung“ wer­den auf das Kon­to 219674701 der Lagerge­mein­schaft Ravens­brück, BLZ 60010070 erbeten. 

Fly­er im PDF-Format

Pro­gram­men­twurf

17.6.2005 – 19.06.2005

Fre­itagabend 17.6.2005

Gün­ter Jacob (ange­fragt)

Boris Buden (zuge­sagt)

Erin­nern heute –Plä­doy­er gegen eine Egal­isierung zum Opfer“ 

Sam­stag, 18.6.2005

9.00 – 12.30

„Wie kann die Zukun­ft des Erin­nerns ausse­hen?“ – Wün­sche und Visio­nen der Überlebenden

Lud­wig Bau­mann , Esther Bejara­no, Fritz Bring­mann, Annette Cha­lut, Peter Gingold,
Kurt Julius Gold­stein, Adam König, Lore Krüger, Kaz­imierz Smolen, Karl Sten­zel (alle ange­fragt) Mod­er­a­tion: N.N.

12.30 – 13.30 Mittagspause 

14.30 –16.00 Arbeitsgruppen 

1. Moti­va­tion für die gedenkpoli­tis­che Arbeit

2. Frage des Vermächtnisses

3. Zusam­me­nar­beit mit den Gedenkstätten 

16.30 – 18.00 Uhr 

Deutsche Gedenkpoli­tik und Europa 

Abendveranstaltung:

Swing – Jugend (Gün­ther Dis­ch­er, Mit­glied der Swing – Jugend, Über­leben­der des Jugend­konzen­tra­tionslagers Moringen) 

Son­ntag, 20. Juni 2005

10.00 Uhr bis 11.30 Uhr

Zukun­ft der Opferverbände

Podi­ums­diskus­sion mit Vertretern unter­schiedlich­er Organisationen 

12 – 13.30 Uhr

Wie kann eine Ver­net­zung der Organ­i­sa­tio­nen aussehen? 

Das Pro­gramm ist vorläufig.

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