17. November 2002 · Quelle: Rote Hilfe Rathenow

Polizei überfiel Party in Premnitz

(Prem­nitz) Am Fre­itag, dem 15.11.2002, fand in der Rosa – Lux­em­burg – Straße in Prem­nitz eine Geburt­stags – und gle­ichzeit­ig Woh­nung­sein­wei­hungspar­ty statt, zu der über­wiegend Jugendliche aus der städtis­chen linksori­en­tierten Szene kamen. Vor­sor­glich­er und ordentlich­er Weise wur­den die Nach­barn auch auf eventuellen Lärm während der Par­ty durch ein Schild im Haus­flur hingewiesen.

Trotz­dem taucht­en aber kurz vor 23 Uhr mehrere Per­so­n­en vor der Woh­nungstür des Par­tyver­anstal­ters auf, die wegen ange­blich­er Ruh­estörung kamen und sich als Polizis­ten aus­gaben. Dies war aber für die Par­tygäste nicht erkennbar, da diese Per­so­n­en keine Dien­st­mützen tru­gen, keine Namen und schon gar keine Dien­st­num­mer hat­ten.

Trotz­dem behar­rten sie aber darauf, das sie hier Macht­befug­nisse haben und so ver­langten, das sich alle Par­tyteil­nehmer nach draußen zur Per­son­alien­auf­nahme bewe­gen.
Da sich aber da draußen, vor der Woh­nung, recht­sori­en­tierte Sub­jek­te bewegten, wollte der Woh­nungsin­hab­er aber zu min­d­est sich­er stellen das diese Ele­mente sich in genü­gend großem Abstand aufhal­ten und forderte daher die Polizis­ten auf, Platzver­weise auszus­prechen. Das gefiel einem der Beamten anscheinend aber über­haupt nicht und so ver­suchte dieser in ein­er cho­lerischen Reak­tion den Woh­nungsin­hab­er nach draußen zu ziehen, was von den anderen Par­tygästen aber ver­hin­dert wurde. Dann rastete ein­er der Polizis­ten, von allen Sin­nen ver­lassen, aber total aus, ran­nte in den Woh­nungs­flur und ver­sprühte Pfef­fer­spray in die Menge der Par­tygäste. Dabei erlit­ten auch Unbeteiligte schwere Ver­let­zun­gen im Gesichts­bere­ichs. Eine junge Frau musste sog­ar mit dem Ret­tungswa­gen zur Notauf­nahme gefahren wer­den, weil sie auf das Spray aller­gisch reagierte.
Es wurde inzwis­chen Anzeige gegen die Polizis­ten erstat­tet.

NO JUSTICE, NO PEACE

Rote Hil­fe Rathenow

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