14. August 2009 · Quelle: gegenrede.info

Polizei will Heß-Flashmob unterbinden

Brüssow: Flashmob mit vorbereiteter Choreografie ist keine Spontandemo

Brüs­sow (ipr) Während man im Amt Brüs­sow auf Tauch­sta­tion geht, bezieht die Polizei des Schutzbere­ich­es Uck­er­mark ein­deutig Stel­lung und kündigt an, den im Inter­net angekündigten Heß-Flash­mob am kom­menden Mon­tag auf dem Brüs­sow­er Mark­t­platz zu unterbinden.

Sobald Vor­bere­itun­gen für eine Kundge­bung oder Ansamm­lung bzw. Ver­samm­lung getrof­fen wer­den, unter­liegt diese Aktion nicht mehr dem Pas­sus der Spon­tandemon­stra­tion.“, erläutert die Polizei-Press­esprecherin San­dra Urland die Sit­u­a­tion. Und weit­er: „Somit muss eine solche Ver­anstal­tung nach den Vor­gaben des Ver­samm­lungs­ge­set­ztes angemeldet wer­den.“ Und wenn dies nicht getan werde, habe die Polizei die Möglichkeit, die Ver­samm­lung zu untersagen.

Im Amt Brüs­sow, das durch gegenrede.info informiert wor­den ist, sieht man keine Notwendigkeit zu reagieren. Intern hieß es, man wolle durch eigene Aktiv­itäten nicht noch eine größere Öffentlichkeit her­stellen und somit Wer­bung für die Recht­en machen.

Dass diese Öffentlichkeit längst vorhan­den ist [mehr], hat man dort noch nicht begrif­f­en. Auch wenn diese lediglich im Inter­net zu find­en ist. So war dort vor weni­gen Tagen die Web­site „17august.info“ aufge­taucht. Auf ihr wurde dafür gewor­ben, den 22. Todestag des Führer-Stel­lvertreters Rudolf Heß am 17. April 2009 Punkt 19:30 Uhr per Flash­mob zu gedenken. Untern den 117 angemelde­ten Städte­na­men find­et sich zum Erstaunen von Beobachtern auch der Name der Uck­er­märkischen Kle­in­st­stadt Brüssow.

Der Ablauf des Flash­mobs ist auf der Web­site dezi­diert geplant. Dort wird es Chore­ografie genan­nt: Schnell zusam­men kom­men und ver­stein­ert ste­hen bleiben, langsames und deut­lich­es Vor­lesen der Schluss­worte von Rudolf Heß vor dem Nürn­berg­er Tri­bunal (in denen er nichts bereut), danach den Platz sofort in unter­schiedliche Rich­tun­gen ver­lassen. Die Aktion soll um 19:30 Uhr begin­nen und nicht länger als fünf Minuten dauern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Die aktuelle Episode der Web­doku­men­ta­tion „Gegen uns. Betrof­fene im Gespräch über rechte Gewalt nach 1990 und die Vertei­di­gung der sol­i­darischen Gesellschaft“ ist endlich online!
Podi­ums­ge­spräch mit vier Zeitzeug_innen aus Frank­furt (Oder) und Umge­bung. Online-Gespräch | 18. Mai 2021 | 18.00 Uhr 
Kundge­bung in Pren­zlau: Coro­na stellt uns vor große Her­aus­forderun­gen. Seit einem Jahr machen wir alle Erfahrun­gen damit was es heißt in und mit ein­er Pan­demie zu leben. Jedoch sind wir unter­schiedlich von der Pan­demie betroffen.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot