14. Februar 2002 · Quelle: berliner morgenpost

Polizeiaktion gegen rechtsextreme Szene

vok Königs Wusterhsn. — In ein­er groß angelegten Aktion hat die Polizei gestern Mor­gen in Königs Wuster­hausen (Dahme-Spree­wald) zeit­gle­ich die Woh­nun­gen von 17 Mit­gliedern der recht­sex­tremen Szene in der Stadt durch­sucht. Zwis­chen 6 und 8 Uhr waren rund 100 Polizis­ten im Einsatz.

Hin­ter­grund für die Aktion waren Beschw­er­den mehrerer Anwohn­er wegen des nächtlichen Abspie­lens recht­sex­tremer Musik sowie der Ver­dacht, dass die Woh­nungsin­hab­er ver­botene Agi­ta­tion­ss­chriften und Waf­fen besitzen.

Bei der Durch­suchung stellte die Polizei umfan­gre­ich­es Pro­pa­gan­da­ma­te­r­i­al sowie Base­ballschläger und Schlagstöcke, ein Bajonett, mehrere Tüten mit pyrotech­nis­chen Erzeug­nis­sen, ein But­ter­fly­mess­er, eine Schreckschusspis­tole und ein Luft­gewehr sich­er. Weit­er­hin ent­deck­ten die Beamten mehr als 200 CDs, Musikkas­set­ten und Schallplat­ten von recht­sex­tremen Bands.

Beschlagnahmt wur­den auch Pro­pa­gan­da-Broschüren, mehrere Fah­nen und eine Kapuze des Ku-Klux-Klan.

Bei der Durch­suchungsak­tion kon­nten die Beamten auch einen 18-Jähri­gen stellen, der bere­its wegen der Ver­wen­dung ver­fas­sungs­feindlich­er Kennze­ichen zu ein­er Jugend­strafe verurteilt wor­den war, diese jedoch nicht ange­treten hat­te. Er wurde noch gestern in den Jugen­dar­rest eingeliefert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Neu­rup­pin — hier­mit möcht­en wir euch gern am Fre­itag, den 01. Juli 2022 ab 15 Uhr, anlässlich des 30. Todestages des damals Woh­nungslosen Lehrer Emil Wend­land zu den Gedenkver­anstal­tung in Neu­rup­pin ein­laden und hof­fen auf eine bre­ite Beteiligung.
Die Staat­san­waltschaft Cot­tbus muss den aktuellen Polizeiskan­dal in Dahme-Spree­wald gründlich aufk­lären und hier­für auch das Umfeld des verdächti­gen Polizis­ten ausleuchten.
Die Morde von Sen­zig vom 7. Dezem­ber 2021 wer­den von der Polizei als anti­semi­tisch motivierte Tat eingestuft. Damit ist es das poli­tisch motivierte Tötungs­de­likt mit der höch­sten Opfer­zahl in der Geschichte des Bun­des­lan­des Brandenburg. 

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot