6. Mai 2003 · Quelle: MAZ

Polizeiliche Maßnahmen anlässlich des 124.Baumblütenfestes

Werder (PM) Das fam­i­lien­fre­undliche Ver­anstal­tungskonzept und der daraus entwick­elte neue Stan­dard des Vor­jahres wurde für das 124. Baum­blüten­fest
beibehal­ten
und erbrachte, dass aus polizeilich­er Sicht der Ver­anstal­tungsver­lauf
wie im
Vor­jahr im wesentlichen als ruhig zu bew­erten ist. Zu dieser Sit­u­a­tion
hat
auch die inten­sive Zusam­me­nar­beit zwis­chen den bestell­ten Sicher­heits-
und
Ord­nungs­di­en­sten des Ver­anstal­ters, des Bun­des­gren­zschutzes und der
Lan­despolizei beige­tra­gen.

Im Ver­lauf des Baum­blüten­festes wur­den 113 Straftat­en angezeigt oder
von
Beamten von Amts wegen aufgenom­men (Vor­jahr 99 Anzeigen). Das Konzept
ein­er
hohen Polizeipräsenz trug wesentlich zur Erhöhung des
Sicher­heits­ge­fühls der
Besuch­er bei, was sich auch durch ein ver­stärk­tes Anzeigev­er­hal­ten von
Straftat­en bemerk­bar machte. Die Anzeigen, die unmit­tel­baren Bezug zum
Baum­blüten­fest haben, bein­hal­ten fol­gende Tatbestände (in Klam­mern zum
Ver­gle­ich die Anzahl 2002):

— 13 ein­fache Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te (11)

— 13 gefährliche und schwere Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te (8)

— 23 Sachbeschädi­gun­gen (19) davon 2 gemein­schädliche
Sachbeschädi­gun­gen

— 6 Wider­stand gegen Voll­streck­ungs­beamte (5)

— 8 Ver­wen­den von Sym­bol­en ver­fas­sungswidriger Organ­i­sa­tio­nen (1) davon
1x
i.V.m. Volksver­het­zung (1)

— 5 Ver­stöße gegen das Betäubungsmit­telge­setz (2)

— 25 Dieb­stäh­le (27) davon 7 beson­ders schw­er­er Fall des Dieb­stahls

- 3 Raub­de­lik­te (4)

— 2 Verge­wal­ti­gun­gen (0)

— 1 Notrufmiss­brauch (0)

— 1 Haus­friedens­bruch (0)

— 4 Uner­laubtes Ent­fer­nen vom Unfal­lort davon ein Unfall mit
Per­so­n­en­schaden

— 3 Trunk­en­heit im Straßen­verkehr

— 1 Fahren ohne Fahrerlaub­nis

Zu den bekan­nten Straftat­en wur­den 39 (Vor­jahr 52) Tatverdächtige
fest­gestellt bzw. ermit­telt. Von 54 (55) Per­so­n­en gin­gen Störun­gen der
öffentlichen Sicher­heit und Ord­nung aus, die mit Platzver­weisen
geah­n­det wur­den. In 5 (2) Fällen wur­den die Platzver­weise durch polizeiliche
Gewahrsam­nahme durchge­set­zt. 16 Per­so­n­en wur­den zur Ver­hin­derung
weit­er­er
Straftat­en in Gewahrsam genom­men.

Ins­ge­samt wur­den 29 (14) Blut­proben ange­ord­net und durchge­führt. Auch
im
Rah­men der diesjähri­gen Ver­anstal­tung war erneut zu verze­ich­nen, dass
im
Ver­lauf der Abend­stun­den ins­beson­dere unter den Alters­grup­pen der
Jugendlichen und Her­anwach­senden ein zunehmend über­mäßiger
Alko­hol­genuss

festzustellen war. Daraus resul­tierend war eine zunehmende
Gewalt­bere­itschaft inner­halb dieser Per­so­n­en­grup­pen zu verze­ich­nen,
begin­nend bei Belei­di­gun­gen und provozieren­den Ver­hal­tensweisen über

tätliche Auseinan­der­set­zun­gen bis hin zu gefährlichen
Kör­per­ver­let­zun­gen.

Durch das umsichtige und lageangepasste Ver­hal­ten der im Ein­satz
befind­lichen Polizeibeamten wurde, in Zusam­me­nar­beit mit den Ord­nungs-
und
Sicher­heit­skräften des Ver­anstal­ters, Störun­gen rechtzeit­ig erkan­nt und
Auseinan­der­set­zun­gen umge­hend und kon­se­quent been­det. Im Ergeb­nis
dieser
ziel­gerichteten Arbeitsweise war es in der Regel möglich,
Tatverdächtige
unmit­tel­bar festzustellen oder in kürzester Zeit zu ermit­teln und deren

weit­eren Aufen­thalt auf dem Baum­blüten­fest wirk­sam zu unterbinden. Im
engen
Zusam­men­wirken mit dem BGS und der EG Hooli­gan der Berlin­er Polizei
kon­nten
zu jed­er Zeit anreisende Fußball­fans oder andere Per­so­n­en­grup­pen
rechtzeit­ig
aufgek­lärt und unter Kon­trolle gehal­ten wer­den.

Als sehr pos­i­tiv wirk­ten sich im Vor­feld der polizeilichen
Ein­satz­maß­nah­men
die Durch­führung von per­sön­lichen Gefährder­ansprachen aus. Diese wur­den
mit
65 Per­so­n­en durchge­führt, welche in den let­zten bei­den Jahren als

Tatverdächtige bzw. Stör­er fest­gestellt wur­den. Keine der betr­e­f­fend­en
Per­so­n­en ist als Stör­er in diesem Jahr polizeilich in Erschei­n­ung
getreten.

Im gesamten Festver­lauf kam es zu keinen die Verkehrsabläufe
beein­trächti­gen­den Störun­gen. Durch den weitaus größeren Teil der
Fes­t­be­such­er wur­den die attrak­tiv­en Ange­bote der öffentlichen
Verkehrs­be­triebe, der Deutschen Bahn AG und der Fahrgastschif­fahrt
genutzt.
An den bei­den Woch­enen­den kamen jew­eils 200 Polizeibeamte zum Ein­satz.

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