2. Juni 2007 · Quelle: Junge Welt

Protest gegen Bombodrom

Witt­stock — Mit ein­er Demon­stra­tion gegen das von der Bun­deswehr geplante Bom­bo­drom in der Kyritz-Rup­pin­er Hei­de bei Witt­stock in Nord­bran­den­burg haben am Fre­itag die Protestver­anstal­tun­gen gegen den G‑8-Gipfel in Heili­gen­damm begonnen. Dabei wurde auch ein Beobach­tungsturm der Bun­deswehr auf dem Gelände besetzt.

Am Don­ner­stag abend war die Aktion auf einem Teil des Bom­bo­droms nach Angaben der Organ­isatoren von der Bun­deswehr zuge­lassen wor­den. Der Sprech­er der Aktions-Presseg­ruppe, Markus Keller, sagte der Nachricht­e­na­gen­tur ddp, nach dem Abbau der mil­itärischen Anlage durch die Bun­deswehr in den ver­gan­genen Tagen sei dies ein zweit­er Erfolg. Der Bun­deswehr sei »ein Teil des Gelän­des abgetrotzt« worden.

Die Beset­zung war im Anschluß an zwei Demon­stra­tio­nen am Fre­itag geplant. Die bei­den Marschsäulen soll­ten am Nach­mit­tag in Schwein­rich und Lut­terow starten und zu dem Bun­deswehr-Übungsplatz führen.

Kurz vor Pfin­g­sten hat­te die Bun­deswehr noch erk­lärt, den Demon­stran­ten den Zutritt zum Bom­bo­drom zu ver­weigern. Ein Sprech­er hat­te gegenüber ddp darauf ver­wiesen, daß der Übungsplatz in Bran­den­burg grund­sät­zlich immer ges­per­rt sei, Förster oder Imk­er für notwendi­ge Arbeit­en aber eine Zutrittser­laub­nis erhiel­ten. Bis 1. Juni wür­den solche Genehmi­gun­gen nur für »unab­d­ing­bare Arbeit­en« erteilt.

Seit Jahren kämpfen Bürg­erini­tia­tiv­en, Unternehmer und Umlandge­mein­den gegen die geplante mil­itärische Nutzung des rund 14 Hek­tar großen früheren sow­jetis­chen Übungsplatzes als Luft-Boden-Schieß­platz durch die Bun­deswehr. Am 31.Juli sollen drei Musterk­la­gen gegen den Trup­penübungsplatz vor dem Ver­wal­tungs­gericht Pots­dam ver­han­delt wer­den. Für das Ver­fahren wählte das Gericht die Kla­gen der Gemeinde Lärz, eines Hotel­be­treibers aus Lärz sowie ein­er Puten­farm in Gühlen-Glienicke aus. Ins­ge­samt liegen dem Gericht 20 Kla­gen von Gemein­den, Bürg­erini­tia­tiv­en und Touris­musun­ternehmen vor.

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