22. Februar 2008 · Quelle: IFB Potsdam

Protest mit der Postkarte!

Ver­schiedene Flüchtlingsini­tia­tiv­en der Stadt Pots­dam, darunter die Ini­tia­tive für Begeg­nung, die stu­den­tis­che Hausauf­gaben­hil­fe und die Kinder­freizeit­gruppe sprechen sich für eine Schließung des Flüchtling­sheims im Lerchen­steig aus. Dieser Stan­dort direkt neben der Kläran­lage ist von der städtis­chen und sozialen Infra­struk­tur abgekop­pelt und erschwere die Inte­gra­tion, der zum Teil seit Jahren hier leben­den Men­schen.

Mit Slo­gans wie „Uns stinkt’s! — Inte­gra­tion ist mach­bar!“ starten ver­schiedene Ini­tia­tiv­en in diesen Tagen eine Postkarte­nak­tion für eine inner­städtis­che Unter­bringung von Flüchtlin­gen. Mit der heute star­tenden Postkarte­nak­tion sollen Pots­damerIn­nen die Möglichkeit haben, die Forderung nach ein­er innen­stadt­na­hen Unter­bringung von Flüchtlin­gen in Pots­dam zu unter­stützen. Unter­schriebene Postkarten kön­nen in den Briefkas­ten der Stadtver­wal­tung eingesteckt wer­den oder an die Sozial­beige­ord­nete Elona Müller geschickt wer­den.

Inter­essierte und Unter­stützerIn­nen der Aktion find­en die Postkarten unter anderem an fol­gen­den Orten in Pots­dam: Aktion­sladen „Eine Welt“ (Guten­bergstr. 77), Madia (Lin­den­str. 47), stu­den­tis­ches Kul­turzen­trum (Her­mann-Elflein-Str. 10), Buch­laden Sput­nik (Char­lot­ten­str. 28) und im Büro von der Frak­tion „Die Andere“ (Stadtver­wal­tung, Friedrich-Ebert-Str. 79–81).

Da im Som­mer 2008 der Ver­trag mit dem jet­zi­gen Betreiber des Flüchtling­sheims aus­läuft, sehen die oben genan­nten Ini­tia­tiv­en mit der nun fol­gen­den Auss­chrei­bung die Chance etwas an der Unter­bringungs­form der Flüchtlinge zu verän­dern. „Vorstellen kön­nten wir uns eine woh­nungs­gle­iche Unter­bringung inner­halb des Stadt­ge­bi­etes. Vorzugsweise auch in kleineren und indi­vidu­elleren Wohnein­heit­en, da die Heimunter­bringung die oft­mals trau­ma­tisierten Flüchtlinge zusät­zlich belaste“, schildert Stephan Met­ze von der Ini­tia­tive für Begeg­nung seine Vorstel­lun­gen. Und weit­er meint er: „Die Stadt Pots­dam gibt sich gerne weltof­fen und tol­er­ant. Jet­zt kann die Stadt­poli­tik beweisen, dass sie nicht nur in der Lage ist, schöne Worte zu Papi­er zu brin­gen (Tol­er­anzedikt, Lokaler Aktion­s­plan für Tol­er­anz und Demokratie gegen Gewalt, Recht­sex­trem­is­mus und Frem­den­feindlichkeit), son­dern ihre Worte auch in die Tat umset­zt.“

Ini­tia­tive für Begeg­nung | ifbpotsdam[at]yahoo.com

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