29. September 2020 · Quelle: Kein Acker der AfD

Protest vor dem „Mittelpunkt der Erde“ in Hönow

Am 11.09.2020 fand im Restaurant „Mittelpunkt der Erde“ in Hönow/Hoppegarten eine Veranstaltung mit dem Faschisten Björn Höcke statt. Organisator war der Vorsitzende der AfD MOL Lars Günther. Die Veranstaltung wurde von lauten Gegenprotest begleitet.

Am 11. Sep­tem­ber 2020 fand im Restau­rant „Mit­telpunkt der Erde“ in Hönow/Hoppegarten eine Ver­anstal­tung mit dem Faschis­ten Björn Höcke statt. Organ­isator war der Vor­sitzende der AfD MOL Lars Gün­ther. Offiziell sollte das The­ma die ange­bliche „Coro­na-Hys­terie“ sein, tat­säch­lich sprachen Gün­ther, die AfD-Abge­ord­nete des Bran­den­burg­er Land­tages Bir­git Bessin und auch Björn Höcke über alles Mögliche und nur zum Teil wirk­lich über Coro­na.
Gegen die Ver­anstal­tung protestierten laut­stark 150 Men­schen direkt auf der gegenüber­liegen­den Straßen­seite. Viele ver­schiedene Organ­i­sa­tio­nen beteiligten sich, neben Antifas aus Berlin und Bran­den­burg waren auch Teil­nehmende vom VVN-BdA, Linkspartei und Grüne aus dem Land­kreis, die Omas gegen Rechts und viele Hönow­er Anwohner*innen mit dabei.
Bis zulet­zt hat­te Gün­ther ver­sucht den Ver­anstal­tung­sort geheim zu hal­ten und war sichtlich ver­stört, dass „die Antifa“ den­noch den Ort her­aus­ge­fun­den und Protest organ­isiert hat­te. Das zeigt, dass wir es dur­chaus geschafft haben, der AfD und den Betreiber*innen des Restau­rants ordentlich den Abend zu ver­miesen!

Lars Günther

Lars Gün­ther sprach bei der Ver­anstal­tung und bedank­te sich ganz her­zlich bei den Betreibern des Loakls „Mit­telpunkt der Erde“. Vor einem, dem Video nach zu vernehmen, sichtlich gelang­weil­ten Pub­likum sprach Gün­ther zuerst über die Proteste vor der Tür: „Wir haben in Märisch-Oder­land lei­der eine Vere­insstruk­tur die unter­stützt wird von den Linken, finanziell ver­mut­lich auch, aber das müssen wir halt par­la­men­tarisch erfra­gen. Wo kommt das Geld her.“ Er spricht damit die Ver­schwörungserzäh­lung an, es gäbe einen Antifa e.V. der zen­tral ges­teuert und finanziert wird um der AfD das Leben schw­er zu machen.
Anschließend begin­nt eine Aus­führung über die, wie er er nen­nt, „Coro­na-Hys­terie-Pan­demie“, die „unsere frei­heitlichen rechtlichen ähm Grun­drechte stark gefährdet.“ Dass einem wie Lars Gün­ther das Wort Grun­drechte schw­er über die Lip­pen geht, ist kaum ver­wun­der­lich wenn man sich das Ver­hält­nis der AfD zu Presse- oder Reli­gions­frei­heit ansieht. Weit­er­hin sagt Gün­ter: „unsere Kinder wer­den in Angst ver­set­zt und drangsaliert. Lehrer beflügeln diese ganze Hys­terie.“ Gün­ther zeigt seine Loy­al­ität gegenüber dem Flügel in dem er von der AfD als Bewe­gungspartei spricht und sich darüber freut, dass „die Wes­sis jet­zt auch mal aufgewacht sind“. Dabei geht es ihm um die Zusam­me­nar­beit mit Quer­denken aus Stuttgart und behauptet auf der let­zten Demo in Berlin vielle­icht sog­ar 1 Mil­lio­nen Men­schen waren. Anschließend zitiert Gün­ther Ärzte die Coro­na rel­a­tivieren, der rote Faden in sein­er Rede. Gün­ther spricht auch von seinen Erfahrun­gen bei den ersten soge­nan­nten Hygiene Demos am Berlin­er Rosa-Lux­em­burg Platz und beschw­ert sich über die Polizeige­walt um im sel­ben Atemzug die Polizist*innen zur Dien­stver­weigerung aufzu­rufen. Er ver­sucht die AfD als Law&Order-Partei in Stel­lung zu brin­gen: „Wir wer­den für die tapfer­en Polizis­ten immer da sein und sie schützen vor den linken Parteien. Wir schauen nicht weg und sind nicht leise wenn im Inter­esse der Herrschen­den unrecht und Schika­nen an unseren Mit­men­schen verübt wer­den.” Zum Abschluss muss Herr Gün­ther selb­stver­ständlich über Moria sprechen und beschw­ert sich über die Kosten die bald entste­hen wer­den. Weit­eres ist nicht zu sehen, da das Video plöt­zlich abbricht. Vom Tenor des Abschlusses wäre es nicht ver­wun­der­lich wenn dabei absichtlich strafrechti­ich­es her­aus­geschnit­ten wurde.

Weitere Gäste

Aus Straus­berg waren von Beginn an Rain­er Thiel und Cor­nelia Roswitha Galler vor Ort. Bei­de waren bis zur Ankun­ft von Höcke vor­rangig draußen, begrüßten die Ank­om­menden und hiel­ten einen Schnack mit den Gästen. Tru­gen bei­de zu Beginn der Ver­anstal­tung um 18 Uhr noch Masken, rutscht­en die im Laufe der Zeit immer weit­er nach unten und ver­schwan­den dann ganz. Das Thiel von Beginn an dort war und die Begrüßung auch von Höcke über­nahm, deutet auf seine Involvierung bei der Organ­i­sa­tion der Ver­anstal­tung hin und beweist wiedere­in­mal die Nähe zu Lars Gün­ther. Eben­falls von Beginn vor Ort und Lars Gün­ter nah­este­hend war Flo­ri­an Jach­now. Der in Frank­furt (Oder) wohnende Jach­now ist in der Jun­gen Alter­na­tiv­en aktiv und bestre­it­et den Posten als Botschafter für die Region Märkisch-Oder­land. Er und andere wie Oliv­er Stiffel oder Anna Leis­ten waren nicht das erste Mal in Märkisch-Oder­land. Bere­its im Juni trat die Junge Alter­na­tive bei der Mit­gliederver­samm­lung des Kreisver­ban­des auf. Gün­ther tritt regelmäßig mit Fan-Nick­ie der Jun­gen Alter­na­tiv­en auf. Seine Begeis­terung für die Truppe und das Zutun von Flo­ri­an Jach­now dürften dafür sor­gen, dass die Jun­gen Alter­na­tiv­en zu den regelmäßi­gen Gästen in MOL wer­den. Neben mit­ge­bracht­en Info­ma­te­ri­alien, die an einem Stand aus­gelegt wur­den, senk­te die JA auch den Alters­durch­schnitt erhe­blich. Neben ihnen waren nur eine knappe Hand­voll jün­ger­er Men­schen vor Ort.
Neben den Gästen mit weit­eren Wegen, kamen auch viele Mit­glieder und Anhänger des Kreisver­ban­des MOL zur Ver­anstal­tung. Aus Seelow, waren der Stadtverord­nete Mario Kucz­era in Begleitung von Liana Aroko vor Ort. Sowie der Kreistagsab­ge­ord­nete und Stadtverord­nete Falk Janke. Janke kam allein und mit Akten­tasche, was dafür spricht, dass er ger­ade von seinem Job als Mitar­beit­er des MdB Petr Bystron kam. Aus Rehfelde kamen das Paar Maria und Rein­hold Patzer. Bei­de sind langjährig in der AfD aktiv und sind maßge­blich an Ver­anstal­tun­gen in Rehfelde beteiligt, bei denen auch schon Andreas Kalb­itz sprach. Eben­so vor Ort war der Alter­spräsi­dent des Kreisver­ban­des MOL und Taxi-Unternehmer Man­fred Fen­gler. Und auch aus Wriezen kam eine große Del­e­ga­tion von ins­ge­samt acht Per­so­n­en. Ein­er davon tat sich beson­ders mit seinem „Kraft durch Freunde“-Shirt her­vor. Der Spruch ist an die nation­al­sozial­is­tis­che Losung „Kraft durch Freude“ angelehnt.
Mit Janke, Thiel, Patzer und Frye fan­den sich ins­ge­samt vier der zehn AfD-Kreistagsab­ge­ord­neten in Hoppe­garten ein.

Wir haben der AfD im Steuer­haus und in Hönow gezeigt: Wir lassen euch nicht in Ruhe! Kein Ack­er, kein Hof, kein Raum der AfD!

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