19. April 2005 · Quelle: Antfia KW

Protestdemonstration gegen den Abriss der Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals

Am Son­ntag (17.4.) fand in Königs Wuster­hausen eine Protest­demon­stra­tion gegen den Abriss der Thäl­mann-Gedenkstätte in Ziegen­hals statt. 

Im Dezem­ber 2002 ersteigerte Gerd Gröger, Min­is­te­ri­al­beamte aus dem Pots­damer Bau­min­is­teri­um das 4650 Quadrat­meter große Wasser­grund­stück, auf dem sich die Gedenkstätte befind­et, zu einem Schnäp­pchen­preis. For­t­an war der Bay­ern­im­port Gröger bestrebt, die Gedenkstätte abzureißen, um lukra­tive Villen auf dem See­grund­stück zu erricht­en. Was ihm nun auch zu gelin­gen scheint. 

Die Gedenkstätte ist für uns nicht die glo­ri­fizierung ein­er Per­son, son­dern ein Sym­bol für Engage­ment gegen Krieg und Faschis­mus so wie ein Ort der Mahnung. 

Ganz egal wie man zu der Per­son Thäl­mann ste­ht — hier geht es nicht nur um die Zer­störung dieses Sym­bols son­dern eben auch um eine ekla­tante Aus­nutzung von Macht­struk­turen durch Gerd Gröger. Der näm­lich hat mit Unter­stützung von Lan­drat Mar­tin Wille (SPD) und Baudez­er­nent im Lan­drat­samt Dahme-Spree­wald Stephan Loge (SPD) die Geset­zge­bung, nach dem Erwerb des Grund­stück­es für einen Spottpreis, so nov­e­l­iert, dass eine Abriss­genehmi­gung für die Gedenkstätte möglich wurde.Und das ist ganz sich­er kein Einzelfall! 

Zu der Protest-Demon­stra­tion zu der der Fre­un­deskreis der Geden­stätte, die VdN und die Antifa Königs Wuster­hausen aufriefen, kamen nach aktuellen Schätzun­gen ca. 500 Teil­nehmer. Darunter auch viele junge Leute die mit Trans­par­enten und Fah­nen auch ihren Unmut über Ras­sis­mus und Neo-Nazis auf die Straße trugen. 

Am Ziel der Demor­oute, dem VdN Mah­n­mal in Königs Wuster­hausen, kamen neben dem PDS-Kreisvor­stand Michael Reimann und der Antifa Königs Wuster­hausen auch über­lebende der Naz­izeit zu Wort um klarzustellen, dass der Abriss der Gedenkstätte nicht nur den neo­faschis­tis­chen Pro­pa­gan­dis­ten in die Hände spielt und poli­tis­che Instink­t­losigkeit demon­stri­ert son­der ganz sich­er auch pein­liche Fra­gen aus dem Aus­land provozieren wird. 

Wir sagen: Orte der Mah­nung erhal­ten — gegen das Vergessen!

erste Bilder hier 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Am 27.01.1945 wurde das Ver­nicht­stungslager Auschwitz-Birke­nau von der Roten
Armee befre­it. Die Emanzi­pa­torische Antifa Pots­dam ruft dazu auf, am 27.01.2021 gemein­sam an diesen Tag zu erin­nern und zu mahnen.
Die Nachricht des Flüchtlingsrats Bran­den­burg¹ über den tragis­chen und  ver­hin­der­baren Todes­fall von Zina Elzhurkae­va macht uns sehr trau­rig  und fas­sungs­los. Unser Mit­ge­fühl gilt den Fam­i­lien­ange­höri­gen und  ihrem Freundeskreis.
Pots­dam — Wärme für alle, kein weit­er­er Win­ter in den Lagern! Die SEEBRÜCKE Pots­dam ruft am 13.12.2020 um 16:00 unter dem Mot­to “All Camps Are Bad” zu ein­er Demon­stra­tion vom Platz der Ein­heit zum Land­tag auf. 

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot