28. Februar 2006 · Quelle: opferperspektive

Prozess wegen rechtem Angriff auf Dorffest Flieth-Stegelitz

Am Don­ner­stag, den 2. März 2006, begin­nt um 9.00 Uhr am Amts­gericht Pren­zlau, Baus­traße 37, Saal 114 ein Prozess gegen mehrere rechte Gewalt­täter. Den Angeklagten wird vorge­wor­fen, am 12. Juni 2004 am Rande eines Dorffestes in Fli­eth-Stegelitz eine Gruppe von Punks ange­grif­f­en und ver­let­zt zu haben.

Kaum auf dem Dorffest ange­langt, wurde die zehnköp­fige Gruppe Jugendlich­er, darunter mehrere Punks, mit recht­en Sprüchen beschimpft: sie seien »Abschaum«, sie wür­den sich nicht waschen, sie wür­den stinken. Einem 18-jähri­gen Punk wurde ange­dro­ht, ihm »den Rock« abzuschnei­den. Dann stürzten sich die Recht­en auf die Punks und schlu­gen und trat­en sie. Als ein 15-Jähriger zu Boden gestoßen wurde und auf dem Boden liegend von drei Recht­en getreten wurde, gelang es den Punks, die Angreifer mit CS-Gas zurück­zuschla­gen und die Flucht zu ergreifen.

Von der hinzuk­om­menden Polizei fühlte sich die Gruppe der Opfer wie Tatverdächtige behan­delt. Ein­er der Polizis­ten soll gesagt haben: »Über­all, wo ihr seid, gibt’s Ärg­er. Ihr werdet schon nicht unschuldig sein.« Die Vor­würfe kon­nten in einem späteren Klärungs­ge­spräch mit der Polizei weit­ge­hend gek­lärt wer­den.

Der Prozess wird am 6. und 13. März fort­ge­set­zt.

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