31. Juli 2002 · Quelle: lausitzer rundschau v. 30.07.02

Prügelei beim Konzert?

EISENHÜTTENSTADT. Die drei Bands “Splash”, “Drunk­In­Town” und “Helsin­gin” gaben am Fre­itag, 19.Juli, in der “Bronx”, der Diskothek im Jugend­haus am Trock­endock in Eisen­hüt­ten­stadt, ein Konz­ert. Dabei soll es zu ein­er wilden Prügelei gekom­men sein, was der Ver­anstal­ter heftig demen­tiert. Car­o­la Fech­n­er, Ver­anstal­tungs­man­agerin: “Schon beim Auf­bau der Instru­mente schienen Span­nun­gen zwis­chen den Bands aufzutreten, Stress machte sich bre­it”, sagte Fech­n­er. Gegen 20.30 Uhr began­nen die Bands zu spie­len. Die erste, “Splash”, machte gute Stim­mung. Bald jedoch kamen Fans, die aus der Kneipe “In der Tenne” bekan­nt sind. Deren Tan­zart sorgte bei den jugendlichen Diskogängern für Unruhe. “Allerd­ings wurde es kein ernst zu nehmender Kon­flikt”, erk­lärte Fech­n­er. Was dann passierte, ist fraglich. Ein Mit­glied der Band “Drunk­In­Town” empörte sich über eine mögliche Schlägerei. So genan­nte “Rechte” seien bei den let­zten Songs der Gruppe “Splash” in die Menge gesprun­gen und hät­ten ihre Fäuste unkon­trol­liert durch die Gegend fliegen lassen. Und weit­er: “Die Recht­en woll­ten Stress provozieren. Die Fans unser­er Bands woll­ten nur ihren Spaß haben, dann kamen aber immer wieder diese Spin­ner dazwis­chen und began­nen, wahl­los Leute zu prügeln.” Schließlich brachen die Bands das Konz­ert ab und ver­schwan­den ­ bis auf “Helsin­gin” ­ aus Protest. Car­o­la Fech­n­er und Iris Kranich, Sozialar­bei­t­erin in der Jugen­dein­rich­tung, demen­tieren diese Auswüchse heftig. “Es ereignete sich keine bru­tale Auseinan­der­set­zung zwis­chen den Fans. Hier verkehren größ­ten­teils min­der­jährige Jugendliche, teils Recht­sori­en­tierte, die wir jedoch inte­gri­eren wollen. Bei denen passen wir genau auf, dass sie nicht gewalt­tätig wer­den”, so Car­o­la Fech­n­er. Zudem ver­mutet sie, dass das recht­sradikale Image des Jugend­haus­es durch solche The­sen gefördert wer­den soll.

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