10. März 2003 · Quelle: Opferperspektive

Rassistischer Schläger vor Gericht


Am Don­ner­stag, den 13. 03.03, find­et im Saal 2 im Amts­gericht Oranien­burg um 13.00
Uhr der Prozess gegen einen 32-Jähri­gen Deutschen statt, der einen gehbe­hin­derten
Asyl­be­wer­ber belei­digt, geschla­gen und mit einem Mess­er bedro­ht hat.

Am 21. 6.02 wollte Ibrahim Y. in Hen­nigs­dorf ein paar Einkäufe erledi­gen, als ein
junger Mann mit seinem Fahrrad direkt auf ihn zufuhr. Der Asyl­be­wer­ber schaffte es
noch auszuwe­ichen und fragte den Fahrrad­fahrer, warum er dies getan habe. Daraufhin
hielt dieser an und beschimpfte Ibrahim Y. mit den Worten: “Hier ist mein Vater­land!
Ver­schwinde!” Als der Angreifer das Opfer schla­gen wollte, kon­nte ein Polizist den
Mann davon abhal­ten und die Sit­u­a­tion deeskalieren. Ibrahim Y. set­zte seine Einkäufe
fort.

Nach­dem er den Super­markt wieder ver­liess, kam der Angreifer erneut auf ihn zu und
schlug ihn mit der Faust direkt auf das rechte Auge. Als Ibrahim Y. den Mann erneut
fragte, warum er dies getan habe, wurde er nochmals geschla­gen und geschub­st.

Ibrahim Y. bekam große Angst, da er mit sein­er Behin­derung nicht in der Lage war,
schnell wegzu­laufen. Als er in die Hosen­tasche greifen wollte, um dem Täter seinen
Behin­derte­nausweis zu zeigen, zog dieser ein Mess­er.

Ibrahim Y. schaffte es schließlich sich der Sit­u­a­tion zu entziehen und die Polizei
zu ver­ständi­gen, die den Täter noch vor Ort ver­haftete.

Opfer­per­spek­tive

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