9. August 2006 · Quelle: Opferperspektive e.V.

Rathenower Neonazis wegen Gewaltserie vor Gericht

Wegen drei Gewalt­tat­en ste­hen am Don­ner­stag, den 17. August, die Recht­sex­trem­is­ten Mar­tin K. (23) und Michael P. (21) vor dem Amts­gericht Rathenow. Prozess­be­ginn ist 9 Uhr. 

Die erste Gewalt­tat ereignete sich am 28. Mai. Ein 25-jähriger Link­er wurde am Bahn­hof von K. und P. ohne Vor­war­nung niedergeschla­gen. Dann zog ihm ein­er der Angreifer eine Bier­flasche quer durchs Gesicht. Auf dem Weg zum Kranken­haus brach das stark blu­tende Opfer zusam­men. Sechs Wochen später fiel das Duo während des Rathenow­er Hafen­fests über einen 21-jähri­gen Linken her. Das Opfer wurde am Boden liegend zusam­menge­treten. Einen Tag später kam ein Aussteiger aus der Nazi-Szene an die Rei­he. Ein weit­er­er junger Mann erlitt einen Kieferbruch. 

K. und P. sind in Rathenow keine Unbekan­nten. Bei­de gehörten zum harten Kern der im April 2005 ver­bote­nen Kam­er­ad­schaft »Sturm 27«, die trotz Ver­bot ihre Aktiv­itäten fort­set­zt, u.a. in ein­er von K. gepachteten Gartenlaube. 

Es ist zu befürcht­en, dass Neon­azis den Prozess am 17. August, dem Todestag von Rudolf Heß, als Pro­pa­gand­abühne benutzen. Die Opfer­per­spek­tive ruft daher zu zahlre­ichem Erscheinen der Unter­stützerIn­nen der Opfer auf. 

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