26. November 2018 · Quelle: Frauenkollektiv Cottbus

Raus aus der Stille – Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Rund um den 25.11. – dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – fanden auch im Raum Cottbus verschiedene Aktionen statt.

Foto 25-11
Rund um den 25.11. – dem inter­na­tionalen Tag gegen Gewalt an Frauen – fan­den auch im Raum Cot­tbus ver­schiedene Aktio­nen statt. So trafen sich am Son­ntag Frauen im Qua­si­Mono zu einem gemein­samen Work­shop unter dem Titel „Raus aus der Stille – Gemein­sam gegen Gewalt an Frauen“. Es wurde inhaltlich über ver­schiedene For­men von Gewalt disku­tiert und die Macht­funk­tion, die Gewalt häu­fig als Ziel hat, the­ma­tisiert. Der Stand­punkt, dass Gewalt keine objek­tiv beschreib­bare Vari­able ist, son­dern viel mehr die indi­vidu­elle Empfind­ung ein­er Gren­züber­schre­itung, wurde disku­tiert und vertreten.
Im Anschluss kon­nten die indi­vidu­ellen Erfahrun­gen der anwe­senden Frauen durch kreatives Schreiben aufgear­beit­et und mit stärk­enden Sätzen veröf­fentlicht wer­den. So sagte die Teil­nehmerin Anne Kalinske: „Die Erken­nt­nis, dass auch ich in vie­len Sit­u­a­tio­nen stark und kämpferisch han­dele, hat mir viel Kraft gegeben.“ Jen­nifer Weber vom Organ­i­sa­tion­skreis Frauenkollek­tiv ergänzte: „Frauen zu bestärken und einan­der zu empow­ern – das ist für uns das zen­trale Ele­ment an diesem Tag. Wir wollen das Spiel Gewalt zu ver­schweigen nicht mit­spie­len und haben daher gezielt das Mot­to ‚Raus aus der Stille‘ gewählt, um zu zeigen, sobald wir Gewalt the­ma­tisieren und uns untere­inan­der verbinden, kann ihr diese Wirk­mächtigkeit genom­men wer­den.“. Und ger­ade diese The­ma­tisierung von Gewalt und die Sol­i­dar­ität der Frauen stand bei den Teil­nehmerin­nen im Vorder­grund und so wur­den die Ergeb­nisse und Heldin­nen-Sätze der Frauen ver­schriftlicht und in die Öffentlichkeit getra­gen. Sätze wie „Ich bin stark, weil ich für mich gekämpft habe und gesagt habe: ‚Ich will das nicht‘.“ oder auch „Ich bin eine Heldin, weil ich mir meine Würde zurück geholt habe.“ wur­den gemein­schaftlich auf große Plakat­pap­pen geschrieben und somit sicht­bar gemacht. „Wir betra­cht­en den Work­shop als sehr gelun­gen und beka­men von eini­gen Teil­nehmerin­nen, die Rück­mel­dung, Denkprozesse noch ein­mal von ein­er neuen Per­spek­tive angestoßen zu haben und gestärkt aus unser­er Ver­anstal­tung raus zu gehen.“ sagte Jen­nifer Weber vom Frauenkollek­tiv abschließend.

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