21. Mai 2003 · Quelle: MOZ / Berliner Zeitung

Razzia bei Neonazis

Razz­ia gegen Rechte in der Uck­er­mark

Anger­münde (MOZ)- Der Staatss­chutz hat in ein­er Großak­tion am Dien­stag Wohn-
und Geschäft­sräume von mehreren Ange­höri­gen der recht­sex­trem­istis­chen Szene
in Anger­münde (Uck­er­mark) durch­sucht. Er war auf der Jagd nach Far­beiern. Der
Polizeiein­satz richtete sich gegen Mit­glieder der recht­sex­trem­istis­chen
Organ­i­sa­tion “Märkisch­er Heimatschutz” (MHS).

Ins­ge­samt 26 Beamte waren vor­wiegend in Anger­münde unter­wegs. Sie
durch­sucht­en acht Woh­nun­gen von zehn MHS-Mit­gliedern im Alter zwis­chen 16 und 44
Jahren, informierte die zuständi­ge Staat­san­wältin Kon­stanze Dali­chow. Dabei wur­den
diverse Beweis­mit­tel beschlagnahmt. Gegen die Aktion haben die Betrof­fe­nen
Wider­spruch ein­gelegt.

Die zehn Mit­glieder der recht­sex­trem­istis­chen “Märkischen Heimatschutzes”
wer­den beschuldigt, im Dezem­ber 2002 zweimal einen Anschlag auf das Büro der
links­gerichteten Gruppe Pfef­fer & SalZ in Anger­münde verübt zu haben. Dabei ist
“das Gebäude mit Far­beiern bewor­fen wor­den”, hieß es von Seit­en der
Staat­san­waltschaft. “Ermit­telt wird wegen Sachbeschädi­gung”, klärte Staat­san­wältin
Dali­cho den Grund für den Polizeigroßein­satz auf. Soll­ten die Beschuldigun­gen
bewiesen wer­den kön­nen, dann dro­he den erwach­se­nen Tatverdächti­gen eine
Geld­strafe oder Haft­strafe bis zu zwei Jahren.

Beim “Märkischen Heimatschutz” han­delt es sich nach Ein­schätzung des
Polizeilichen Staatss­chutzes um die “aktivste extrem­istis­che Grup­pierung im Nor­den
des Lan­des Bran­den­burg”. Sie wird von der Ver­fas­sungss­chutzbe­hörde als
recht­sex­trem­istis­che Organ­i­sa­tion” klas­si­fiziert.

Razz­ia bei Neon­azis

Woh­nun­gen durch­sucht

(Berlin­er Zeitung) ANGERMÜNDE. Am Dien­stag hat der für poli­tis­che Straftat­en zuständi­ge
Staatss­chutz der Polizei acht Woh­nun­gen von zehn Aktivis­ten der recht­sex­tremen Szene
in Anger­münde durch­sucht. Dabei han­delte es sich um Mit­glieder der
Organ­i­sa­tion “Märkisch­er Heimatschutz” (MHS). “Es ist die aktivste extrem­istis­che
Grup­pierung im Nor­den des Lan­des Bran­den­burg”, sagte Polizeis­precherin Silke
Zeugn­er. Die MHS werde vom Ver­fas­sungss­chutz als recht­sex­trem­istis­che
Organ­i­sa­tion überwacht.
“Wir ermit­teln gegen die Gruppe in zwei Fällen von Sachbeschädi­gung”, sagte
Staat­san­wältin Kon­stanze Dali­cho. Die Verdächti­gen sollen einen alter­na­tiv­en
Jugend­club in Anger­münde mit Farbbeuteln ange­grif­f­en haben. Beweise dafür
seien von den 26 Polizis­ten bei den Razz­ien gefun­den wor­den.

Der Club “Pfef­fer und Salz e.V.” ist ein­er der weni­gen linken Jugendtr­e­ffs
in der Uck­er­mark. In der Ver­gan­gen­heit wurde er fast 40 Mal über­fall­en, auf
die Clu­bräume wur­den zwei Bran­dan­schläge verübt. Auf recht­sex­tremen
Inter­net­seit­en kur­sieren Steck­briefe von Vere­ins­mit­gliedern — offen­bar Reak­tion auf die
vom Vere­in her­aus­gegebene Broschüre: “Recht­sex­trem­is­mus. Auf der Suche nach
der Zivilge­sellschaft in der Uck­er­mark”.

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