12. November 2003 · Quelle: Kickers Connection / ultraNetwork

Rechte Fußballfans provozierten, wurden mit Flaschenwürfen und mehr vertrieben

(www.kickers-connection.de) Heut schreib ich zum ersten Mal etwas zu einem Heim­spiel lei­der aus
uner­freulichen Grün­den. Auf das Spiel werde ich nicht weit­er einge­hen da man ja
über­all Spiel­berichte lesen kann.

Vor dem Spiel war alles wie immer Fan­laden, Bierchen trinken, ab ins Sta­dion
Fah­nen aufhän­gen. Es ergab sich sog­ar noch die Möglichkeit entspan­nt mit
den Licht­en­berg­er Ultras zu sprechen welchen eigentlich einen ganz guten
Ein­druck macht­en nur sollte sich das im Laufe des Nach­mit­tags noch ändern. Auf eine
Choreo musste heut verzichtet wer­den.

Während der ersten Hal­bzeit füllte sich der Gäste­block mit immer mehr
komis­chen Gestal­ten welche auch gle­ich anfin­gen dumm rum zupö­beln und rechte
Gesänge von sich ließen.
In der Zweit­en Hal­bzeit gab es dann einen nicht ganz ernst gemein­ten Ver­such
des Faschopö­bels unsern Block zu stür­men. Desweit­ern wur­den im Gäste­block
mehrmals Per­so­n­en gese­hen die den Hilter­gruß zeigten das es so was über­haupt
noch gibt ist schon schlimm genug aber das ganz auch noch 9.November passierte
steigerte unser Wut nur noch mehr. So ging nach dem abfeiern mit der
Mannschaft ging es im geschlossen Mob los um den ca. 20 Nazis zu zeigen das sie in
Babels­berg Ach was sag ich über­all uner­wün­scht sind. Am Rathaus hat­ten wir sie
einge­holt so bekam der rechte Pöbel angst und ver­schanzte sich im Rathaus.

Zu ihrem Pech hat­ten es aber nicht alle geschafft sodass man zum ersten­mal
dazu kam den Nazis unsere Mei­n­ung klar zumachen. Nach ca.1 Stun­den Belagerung
traut­en sich die Naz­i­Hools wieder raus, nach­dem in der Mitte der Kreuzung
waren hagelte es Flaschen, Steine Fäuste und Tritte. Was den Faschopö­bel dazu
ver­an­lasste sich wieder im Rathaus zu ver­steck­en. Nach ein­er hal­ben Stunde wurde
der Pöbel in zwei Six­er ver­frachte und zum Bahn­hof Grieb­nitzsee gefahren,
wobei der erste noch ein­mal ordentlich unsere Wut zus­püren beka­men. Danach
löste sich das ganze auch langsam auf. Die Polizei war heut stark über­fordert und
war zum Anfang mit nur 6 Streifen­polizis­ten vor Ort das kommt davon,wenn man
alle Bullen ins Wend­land schickt.

Noch ein Wort an die Ultras-Licht­en­berg:

Auch wenn das keine von euch waren kön­nt ihr euch doch ein­deutig von den
Leuten dis­tanzieren und nicht mit ihnen zusam­men sin­gen.
Das Col­lec­ti­vo wird auch weit­er­hin aktiv gegen Recht­sradikalis­mus kämpfen
egal wann und wo.

DER BALL BLEIBT BUNT

Naz­i­fans provozierten

(ultra­Net­work) Während der Oberli­ga­partie zwis­chen dem SV Babels­berg 03 und Licht­en­berg 47 kam es zu ras­sis­tis­chen Äußerun­gen und Pro­voka­tio­nen seit­ens der Gäste­fans. Aus der Gruppe von etwa 40 Berlin­ern wurde „Arbeit macht frei – Babels­berg
03“ und „Asy­lanten“ in Rich­tung der Babels­berg­er Nord­kurve gerufen. Diese quit­tierte das Ver­hal­ten der rechts­gerichteten Gästean­hänger u.a. mit
„Nazis raus“ Rufen, sodass die Berlin­er ver­sucht­en den Trennblock zu den Heim­fans zu über­winden.

Direkt nach dem Spiel — der größte Teil der Nord­kurve feierte noch mit der Mannschaft – stürmten ca. 15 Licht­en­berg­er auf die Karl-Liebknecht-Straße, um
eine Gruppe Babels­berg­er ZuschauerIn­nen ver­suchen zu attack­ieren, was ihnen nicht gelang.

Daraufhin wur­den sie von etwa 10 Streifen­polizis­ten – der Rest beschützte wohl den Cas­tor – in Rich­tung Bahn­hof Babels­berg geleit­et. Am Rathaus Babels­berg stellte sich ihnen eine bre­ite Masse von über 100 Babels­berg­er
ZuschauerIn­nen und Bürg­erIn­nen ent­ge­gen, wodurch die Berlin­er gezwun­gen über eine Stunde am und im Rathaus – beschützt von der Polizei – auszuhar­ren.

Mehrmals kam es ver­balen und kör­per­lichen Auseinan­der­set­zun­gen und erst als zwei Polizeitrans­porter kamen, kon­nten die Licht­en­berg­er zum Bahn­hof
Grieb­nitzsee gebracht wer­den.

Weit­ere Infos hier.

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