19. Oktober 2004 · Quelle: MAZ

Rechts auf neuen Wegen

Kreis informiert am 2. Novem­ber Amts­di­rek­toren und Bürg­er­meis­ter

(MAZ, Andreas Vogel) NEURUPPIN Mit ein­er Fach­ta­gung für Bürg­er­meis­ter und Amts­di­rek­toren reagiert der
Land­kreis auf die zunehmende Akzep­tanz von rechtem Gedankengut im Kreis.
“Wir wollen die poli­tis­chen Entschei­dungsträger mit den neuen
Erschei­n­ungs­for­men und Strate­gien der Recht­sex­tremen sowie auf die
Auswirkun­gen auf die Kom­mu­nalpoli­tik ver­traut machen”, sagte gestern
Roswitha Rath­felder vom Jugen­damt des Kreis­es. Die Kom­mu­nalpoli­tik­er hät­ten
große Ver­ant­wor­tung und müssten das geforderte zivile Engage­ment vor­leben.
Erst wenn es dieses Grund­ver­ständ­nis gebe, kön­nten auch beglei­t­ende
Pro­gramme gegen recht­es Gedankengut greifen.

Schirmherr der Tagung, die am 2. Novem­ber um 9 Uhr in Neu­rup­pin begin­nt, ist
Lan­drat Chris­t­ian Gilde. Rath­felder freut sich darüber, dass eben­falls der
SPD-Bun­destagsab­ge­ord­nete Ernst Bahr sowie Ger­rit Große,
PDS-Land­tagsab­ge­ord­nete, ihr Kom­men zuge­sagt haben. Neben Michael Kohlstruck
vom Zen­trum für Anti­semitismus­forschung der TU Berlin und Minette von
Krosigk, Vor­standsmit­glied des lan­desweit­en Aktions­bünd­niss­es gegen
Recht­sex­trem­is­mus, wird zudem mit beson­der­er Span­nung der Wol­gaster
Bürg­er­meis­ter Jür­gen Kanehl erwartet. “Wol­gast hat bere­its ein Konzept gegen
Recht­sex­trem­is­mus, an dem man vielle­icht anknüpfen kann”, so Rath­felder.
Außer­dem hofft der Kreis, dass es auch beim Erfahrungsaus­tausch der
Amts­di­rek­toren und Bürg­er­meis­ter neue Ideen gibt.

Bei der Land­tagswahl am 19. Sep­tem­ber war die recht­sex­treme DVU im Altkreis
Neu­rup­pin mit 5,7 Prozent auf mehr Stim­men als die Bünd­nis­grü­nen (4,2) und
die FDP (3,4) gekom­men. Den größten Zulauf hat­te die DVU dabei in Wal­sleben
mit neun Prozent, den ger­ing­sten in Rüth­nick mit 3,8 Prozent.

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