18. Juni 2004 · Quelle: Antifas aus Frankfurt / MOZ

Rechtsextreme entführten, folterten 23-Jährigen

(Antifas aus Frankfurt/Oder) Am Sam­stag, dem 5.6. über­fie­len fünf Nazis (zwei Frauen, drei drei Män­ner) einen 23-Jähri­gen vor­mit­tags auf offen­er Straße im Frank­furter Stadt­teil Neu­beresinchen. Das Opfer selb­st sah unauf­fäl­lig aus, ist aber mit Punks befre­un­det.

Die Recht­en schlu­gen ihn zusam­men, stülpten ihm eine Tüte über den Kopf und zer­rten ihn in ihr Auto. Sie ent­führten ihn in eine Woh­nung und folterten ihn dort anderthalb Tage lang bevor sie ihn an der Ent­führungsstelle wieder rauswar­fen.

Das Opfer hat schw­er­ste Ver­let­zun­gen und musste auf­grund der Schmerzen von den Ärzten in ein kün­stlich­es Koma ver­set­zt wer­den. Sie haben ihm das Gesicht kom­plett zer­hauen und zertreten, haben ihn entk­lei­det und mit einem heißen Bügeleisen gequält. Weit­er­hin haben sie ihn mit Stöck­en und mit ein­er Klobürste verge­waltigt.

Zwei von den Tätern wur­den noch am 6.6. festgenom­men; dabei han­delt es sich um Daniel K. (20) und Ron­ny B. (28). Am 8. oder 9.6. wur­den dann die bei­den Frauen festgenom­men, welche jet­zt in der JVA Luck­au sitzen. Komisch ist, daß die Cops noch 2 Täter suchen, obwohl sie schon 2 von 3 Män­nern hat­ten. Jeden­falls ver­muten die, dasz jene sich nach Polen abge­set­zt haben kön­nten.

Die MOZ schreibt, daß alle TäterIn­nen schon Jahre als Rech­s­tex­trem­is­ten bekan­nt sind.

Ver­haf­tun­gen nach bru­taler Mis­shand­lung

(MOZ, 10.6.) Frank­furt (Oder) (gar) Im Fall der Ent­führung und Mis­shand­lung eines 23-jähri­gen Frank­furters sind zwei weit­ere Tatverdächtige gefasst wor­den. Das bestätigte gestern Staat­san­walt Michael Neff auf Nach­frage. Den bei­den Frauen werde schwere Verge­wal­ti­gung vorge­wor­fen. Sie sind in der Jus­tizvol­lzugsanstalt Luck­au unterge­bracht wor­den. Das Opfer kon­nte immer noch nicht voll­ständig zu dem Fall befragt wer­den. Der Mann habe “grausam­ste Mis­shand­lun­gen erlit­ten”, so Neff.
Ins­ge­samt geht die Staat­san­waltschaft von fünf Tat­beteiligten aus. Ein Mann ist bere­its seit Son­ntag in Haft. Nach den anderen werde fieber­haft gesucht. Mehr könne er wegen der laufend­en Ermit­tlun­gen derzeit nicht sagen, so Neff.
Nicht aus­geschlossen ist offen­bar, dass die bei­den noch gesucht­en Verdächti­gen sich nach Polen abge­set­zt haben. Sie sollen seit Jahren dem recht­sex­tremen Spek­trum ange­hören.

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