12. Dezember 2006 · Quelle: Inforiot

Rechtsextreme provozierten in Frankfurt/Oder

In der Nacht vom Sam­stag (9.12.) auf Son­ntag ver­suchte eine Gruppe von acht bis zehn Recht­sex­tremen das Haus­pro­jekt B24 in Frank­furt (Oder) anzu­greifen, in dem unter anderem der Kon­tak­t­laden Utopia unterge­bracht ist. Dies wird in einem an Infori­ot gemail­ten Schreiben berichtet. Fol­gen­der­maßen soll sich der Vor­fall abge­spielt haben.

Nach­dem zwei Men­schen gegen zwei Uhr nachts vor der B24 per Moped ein­trafen,
wur­den sie von den Recht­sex­tremen vor Ort über­rascht. Sie pöbel­ten “Seid Ihr
Linke, Zeck­en? Wohnt ihr im Haus, was wollt ihr hier?” und nötigten sie, im Haus zu klin­geln.

Fol­gend erkan­nte ein Bewohn­er, geweckt durch das per­ma­nente Klin­geln, die
Sit­u­a­tion und rief die Polizei. Diese traf erst ein, als die ver­mummten, und zum Teil mit
Steinen bewaffneten Recht­en ver­schwun­den waren.

Durch das Klin­geln soll­ten die Haus­be­wohner­In­nen nach unten gelockt wer­den, „um die Sache unter Män­nern zu klären“. Die Recht­en erk­lärten: „Ihr wollt den Nazis doch die Straße zurück­geben, Stein für Stein. Also kommt herunter, wir wer­den
es euch zeigen”. Zeitweise ver­sucht­en die Recht­sex­tremen vergel­blich, die Haustür einzu­drück­en um in das Gebäude zu gelan­gen.

Die bei­den unten anwe­senden Per­so­n­en wur­den der­weil immer­fort bedrängt. Ein­er der bei­den wurde mit seinem Moped am weg­fahren gehin­dert. Die zweite Per­son, eine Haus­be­wohner­in, wurde daran gehin­dert das Haus zu betreten. Schließlich gelang es bei­den vor dem gewalt­bere­it­en Mob zu flücht­en.

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