16. Januar 2006 · Quelle: Flüchtlingsrat des Landes Brandenburg

Rechtshilfe für 30 Abschiebungshäftlinge

Fonds sucht weit­ere Unterstützer 

Waf­fen­gle­ich­heit vor Gericht auch in der Abschiebung­shaft zu
ermöglichen, mit diesem Ziel haben zehn Organ­i­sa­tio­nen und
kirch­liche Stellen im Juni einen Recht­shil­fe­fonds für Berlin und
Bran­den­burg ins Leben gerufen. Nach den ersten sechs
Monat­en hat der Jesuit­en-Flüchtlings­di­enst jet­zt Bilanz gezogen.
Seit der Unterze­ich­nung des Aufrufes durch die beteiligten
Organ­i­sa­tio­nen wur­den bis Ende Dezem­ber EUR 4.621,- an
Spenden gesam­melt. Mit dem Geld kon­nte in 30 Fällen
anwaltliche Hil­fe finanziert wer­den. Für zwölf
Abschiebung­shäftlinge führte dies schließlich zur Entlassung.
Neun Per­so­n­en sitzen noch in Berlin-Köpenick, bei ihnen läuft
das Ver­fahren noch. Acht Häftlinge wur­den trotz aller
Bemühun­gen abgeschoben. In einem Fall wurde eine Duldung
erstritten. 

Diese Hil­fe ist nach Ansicht des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes
jedoch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Der Fonds solle
wenig­stens zehn Prozent der Inhaftierten in Berlin und
Bran­den­burg Recht­shil­fe zukom­men lassen — das wären etwa
250 Per­so­n­en jährlich. Um dieses Ziel zu erre­ichen, wollen die
Organ­isatoren weit­ere gemein­nützige Organ­i­sa­tio­nen, aber auch
öffentliche und pri­vate Stiftun­gen sowie Unternehmen und
Pri­vat­spender um weit­ere Spenden bit­ten: Spendenkonto
6000401020, Jesuit­en-Flüchtlings­di­enst, Pax Bank, BLZ
37060193, Stich­wort “Recht­shil­fe­fonds”

Link zur Kampagne

Für Rück­fra­gen ste­ht Ihnen zur Verfügung:
Dieter Müller SJ, Leit­er des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes
Deutschland
Wit­zleben­str. 30a
D‑14057 Berlin
Tel.: 030 — 32602590
Mobil: 0177 — 32 00 018
germany@jrs.net
www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de

———————-

Flüchtlingsrat des Lan­des Brandenburg
Eisen­hart­str. 13
14467 Potsdam
Tel./ Fax: 0331 — 716499
info@fluechtlingsrat-brandenburg.de
www.fluechtlingsrat-brandenburg.de

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