7. März 2013 · Quelle: Inforiot

Rechtspopulist_innen auf Unterschriftensammlung in Brandenburg

Potsdam - „Pro Deutschland“ will um Wähler_innen werben: Heute in Hennigsdorf, Gestern in Potsdam

 

Die recht­spop­ulis­tis­che Partei „Pro Deutsch­land“ macht in Bran­den­burg mobil. Für die kom­menden Wahlen erhof­fen sich die Parteifunktionär_innen min­destens 3000 Unter­schriften auf Bran­den­burgs Straßen sam­meln zu kön­nen. Anfang dieser Woche waren die bere­its in Oranien­burg, am gestri­gen Mittwoch hat­ten sie um 11 Uhr einen Stand in der Pots­damer Innen­stadt aufge­baut, verteil­ten eine Partei-Zeitschrift und gaben sich bürger_innennah.

Kurze Zeit nach Beginn war nicht nur ein größeres Polizeiaufge­bot, son­dern auch Antifaschist_innen und zivil­couragierte Bürger_innen vor Ort und zeigten „Pro Deutsch­land“ mit Trans­par­enten und Sprechchören, dass Recht­spop­ulis­mus nicht bei allen pos­i­tiv­en Anklang find­et. Men­schen, die sich von „Pro Deutsch­land“ hat­ten ansprechen lassen wur­den über das Pro­fil der Partei aufgek­lärt.

Die fünf Män­ner von „Pro Deutsch­land“ reagierten gereizt auf die Szener­ie, die offen­bar Passant_innen davon abschreck­te, am Stand ste­hen­zubleiben. Mehrfach bemüht­en sie sich, Teilnehmer_innen der Gegen­ver­samm­lung zu diskred­i­tieren. Das ehe­ma­lige DVU-Mit­glied Lars Sei­den­stick­er, beispiel­sweise, äußerte gegenüber ein­er Gegen­demon­stran­tin, er würde sie gerne mit ihrem Nasen­pierc­ing an einen Herd ket­ten. Mit Beschimp­fun­gen, dem Abfil­men und ‑fotografieren ziel­ten sie auf Ein­schüchterung.

Nach etwa drei Stun­den ver­loren­er Liebesmüh pack­ten die Parteifunktionär_innen ihre Sachen zusam­men und fuhren ab. Die Aktion brachte „Pro Deutsch­land“ neben einem kaput­ten Mikrophon, einem beschädigten Standtisch und Pro­pa­gan­da voll But­ter­milch wohl nur wenige Unter­schriften.

Doch der Spuk ist noch nicht vor­bei: Für die näch­sten drei Wochen hat sich „Pro Deutsch­land“ an gle­ich­er Stelle in Pots­dam angemeldet und auch in anderen Bran­den­burg­er Städten – wie heute in Hen­nings­dorf — wollen die beschlip­sten Rechtspopulist_innen um Sympathisant_innen wer­ben.

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