25. August 2004 · Quelle: Bernauer Antifas

Rechtspopulisten und Neonazis united

(Bernauer AntifaschistIn­nen auf Indy­media
Am 23.08.2004 demon­stri­erten die recht­spop­ulis­tis­che “Pro Brandenburg/Bürger Ret­tet Bran­den­burg” Hand in Hand mit der Neo-Nazi­gruppe “Nationales Bünd­nis Preußen” in Form ein­er Mon­tags­de­mo gegen Hartz IV und Arbeit­slosen­geld II

Wie in vie­len anderen Städten fand auch in Bernau diese Woche eine Mon­tags­de­mo statt. Hier trafen, wie über­all, soziale Friedenss­tifter zusam­men, vor­wiegend Sym­phati­san­ten der Bürg­erini­tia­tive “Pro Brandenburg/Bürger ret­tet Bran­den­burg” des stadt­bekan­nten Recht­spop­ulis­ten Dirk Weßlau(ehemals Schill­partei). Als wenn das nicht genug wäre, war außer­dem mit dem Auftreten von Neon­azis zu rechnen. 

Deshalb schaut­en auch wir mal vor­bei um entsprechend zu agieren.
Am Kundge­bung­sort angekom­men erwartete uns ein wider­lich­er Cock­tail von ca. 25 Sym­pa­thisan­ten der Bürg­erini­tia­tive des Her­rn Weßlau und sieben Neon­azis des “Nationalen Bünd­nis Preußen” um den ehe­ma­li­gen NPD-Funk­tionär Roy G. und den Anführer der “Nationalen Jugend Barn­im” Sebas­t­ian H. (der allerd­ings sofort das Weite suchte). 

Die kleine Neon­azi­gruppe führte zwei Trans­par­ente mit sich, die inhaltlich gegen Hartz wet­terten, ohne die eigene men­schen­ver­ach­t­ende Ide­olo­gie zu outen. 

Die Ini­tia­toren der Demo, Dirk Weßlau und Thomas Streese, sahen es nicht als Notwendigkeit an, diese von der Demon­stra­tion zu ver­weisen. Vielmehr vertei­digten sie den Nazipö­bel bzw. bekan­nten sich aus­drück­lich zu diesen, um gemein­sam mit ihnen gegen die anwe­senden Antifaschis­ten zu wet­tern. Auf Anfrage von uns stellte sich her­aus, dass die Neon­azis Teil des Bünd­niss­es der Mon­tags­de­mo sind. 

Spon­tan stell­ten sich Antifas (20–25) mit Trans­par­enten vor die Nazis und deck­ten mit Sprechchören den gesamten Mob ein. 

Die Demo set­zte sich in Bewe­gung wobei immer wieder ver­sucht wurde den Nazis die Trans­par­ente abzunehmen bzw. sie am weit­erge­hen zu hin­dern. Der Auf­marsch endete nach etwa zehn Minuten wieder am Auf­tak­tort. Die Nazis, die im Laufe der Ver­anstal­tung noch Ver­stärkung von eini­gen Kam­er­aden beka­men, durften dann in ein­er Bul­len­wanne nach Hause fahren. Schließlich befürchteten die mit der Sit­u­a­tion völ­lig über­forderten Polizis­ten Schlimmeres. 

Am Ende der Ver­anstal­tung trafen die Her­ren Weßlau und Grass­mann Absprachen für die näch­ste Mon­tags­de­mo, wobei Herr Grass­mann gebeten wurde mehr Kam­er­aden zu mobilisieren. 

Im nach­hinein kündigte Thomas S. (ehe­mals Schill­partei) an gerichtlich gegen die anwe­senden Antifaschis­ten vorzugehen. 

Für uns gibt es nur eine Antwort darauf: 

See you next monday!

Recht­spop­ulis­ten bekämpfen!

Kein öffentlich­er Raum für Neonazis!

Kap­i­tal­is­mus abschaffen! 

Bernauer AntifaschistIn­nen

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