16. Mai 2013 · Quelle: Ziel und Kurs Cottbus

Roter Mai und rechte Übergriffe

Cottbus - Der aktuelle Monat steht in Cottbus unter dem Motto "Rot ist der Mai". Wir wollen die linke Systemkritik aus dem stillen Kämmerlein holen und gehen deshalb mit Aktionen in die Öffentlichkeit, um in Cottbus Diskussionen und Vernetzung fortschrittlich gesinnter Menschen anzustoßen.

Die Aktio­nen am 01. Mai und zum Tag der Befreiung, sowie die mas­sive Mobil­isierungstätigkeit haben aber auch die Nazis aufgeschreckt. Anfein­dun­gen und Über­griffe faschis­tis­ch­er Pro­voka­teure, erfahren in let­zter Zeit eine ras­ante Zunahme.
Nur einige Beispiele hier­für sind der Far­ban­schlag auf das antifaschis­tis­che Denkmal im Cot­tbuser Puschk­in­park in der Nacht zum 8. Mai, Ein­schüchterungsver­such­er aller Orten, hun­derte Aufk­le­ber der Spreelichter, Störak­tio­nen gegen Kundge­bun­gen oder die Ver­suche, „nation­al befre­ite Zonen“ zu schaf­fen. Die Nazis set­zen noch immer auf die Stil­isierung als ausster­ben­des Opfer­volk und Heldenkult hin­ter den Plas­tik­masken der ver­bote­nen Wider­stands­be­we­gung Süd­bran­den­burg. Antifaschis­ten wurde nachts ange­grif­f­en und ein anderes Mal bedro­ht. Zu den wider­wär­tig­sten Manövern der Naz­ibande der let­zten Tage zählt der tätliche Angriff auf eine hochschwan­gere Pas­san­tin am Rande der NPD-Kundge­bung vom 12. Mai, die für eine Gegen­demon­stran­tin gehal­ten wurde. Dabei wurde sie umhergeschub­st und mit der Dro­hung belegt, dass sie auf sich und ihre „Miss­ge­burt“ auf­passen solle. 

Daher reicht es uns nicht im Mai zweimal die Fahne zu hissen Wir sind noch lange nicht müde und wollen mehr. Der ganze Nazipö­bel und nation­al­is­tis­che und ras­sis­tis­che Debat­ten hier reichen uns! Deshalb wollen wir dann am 18.05. auf die Straße. “Kämpfen in der Krise — Gemein­sam gegen Recht­spop­ulis­mus und Kap­i­tal­is­mus” lautet das Mot­to der Demon­stra­tion, die 19 Uhr am Stadthal­len­vor­platz begin­nen soll. Wir nehmen die aktuellen Ten­den­zen zu Nation­al­is­mus und pauschaler Verunglimp­fung der Bevölkerung der Krisen­staat­en in Europa zum Anlass, um laut und öffentlich unsere Sol­i­dar­ität mit dem Betrof­fe­nen und Protestieren­den zu bekun­den. Wir protestieren gegen den Kap­i­tal­is­mus, der die Krisen her­vor­bringt und gegen die Poli­tik der sozialen Ver­nich­tung in Europa. Wir wollen damit ein deut­lich­es Gegengewicht zu den recht­en Parolen in der Öffentlichkeit erzeugen. 

Wir bet­ten diese Demon­stra­tion in die Aktiv­itäten auf dem diesjähri­gen Pfin­gst­camp der SDAJ im Osten in Cot­tbus ein. Im Strom­bad gibt es das ganze Woch­enende über ein umfan­gre­ich­es Pro­gramm. Vorträge und Diskus­sion­srun­den beschäfti­gen sich mit Fra­gen der Bil­dungs- und Mieten­poli­tik, Kuba und Ecuador, EU und Krise­n­analyse sowie Wasser­pri­vatisierung und Öko-Ide­olo­gie im Kap­i­tal­is­mus. Außer­dem tauschen wir uns über die Erfahrun­gen der poli­tis­chen Kämpfe der Auszu­bilden­den und in der Betrieb­sar­beit aus.
Wir sind also the­ma­tisch sehr bre­it aufgestellt und bieten für beina­he jeden etwas, der sich aus­tauschen, disku­tieren und ler­nen möchte, damit die poli­tis­che Auseinan­der­set­zung der Linken in Cot­tbus nicht mehr im pri­vat­en oder im Elfen­bein­turm stat­tfind­en muss.
Wir wollen damit den braunen All­t­ag in Cot­tbus etwas auf­brechen und schaf­fen Raum für ein­deutig linke Aktiv­itäten und Frei­heit­en, wie es sie son­st in Cot­tbus sel­ten gibt. 

Wir kämpfen gemein­sam in der Krise, wir zeigen den Nation­al­is­ten die Faust und was wir vom Kap­i­tal­is­mus wollen — seine Über­win­dung!
Kommt zum Pfin­gst­camp, kommt alle am 18.05. her­aus auf die Straße und nutzt die Möglichkeit­en im roten Mai in Cottbus!

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