15. März 2007 · Quelle: Oranienburger Generalanzeiger

Rückzugsraum Speckgürtel

OBERHAVEL Mehrere Größen der recht­sex­tremen NPD haben sich im Süden Ober­havels niederge­lassen — bish­er ohne größeres Auf­se­hen. Sicher­heit­skreise sprechen dage­gen sog­ar von ein­er neuen Taktik.

So wohnt Wol­fram Nahrath, der let­zte Vor­sitzende der Mitte der 1990er Jahre ver­bote­nen Wik­ing Jugend, in Birken­werder. Der Recht­san­walt ist beim “Deutschen Rechts­büro” tätig und ver­tritt recht­sradikale Straftäter vor Gericht. Das Rechts­büro ist ein Zusam­men­schluss rechter Advokat­en und hat eine Post­fachadresse in Birken­werder, das unter dem NPD-Mann Richard Mios­ga aus Hohen Neuen­dorf fir­miert. Nahrath tritt als Red­ner bei Neon­azi-Tre­f­fen auf und ist zulet­zt durch einen Auftritt vor dem Amts­gericht in Oranien­burg aufge­fall­en. Daneben haben sich mit Jörg Häh­nel und Stel­la Palau zwei Mit­glieder des NPD-Bun­desvor­stands in Hohen Neuen­dorf niederge­lassen. Häh­nel ist als “nationaler Lie­der­ma­ch­er” und in der gewalt­bere­it­en so genan­nten kam­er­ad­schaftlichen Szene aktiv. Stel­la Palau arbeit­et als Press­esprecherin für den erst 2006 gegrün­de­ten “Ring Nationaler Frauen”. Zulet­zt engagierte sie sich im Fam­i­lien­zen­trum Hohen Neuen­dorf. Poli­tisch aktiv sind bei­de jedoch vor­wiegend in Berlin. 

Sicher­heit­skreise war­nen mit Blick auf die Kom­mu­nal­wahlen im kom­menden Jahr vor ein­er neuen Strate­gie der Recht­sex­tremen: Mit einem bürg­er­lichen Auftreten ver­suchen sie sich zu inte­gri­eren und so die Wäh­ler von ihrer Harm­losigkeit zu überzeugen. 

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