5. Dezember 2014 · Quelle: Westbrandenburg Nazifrei

[Sa 6.12.] Proteste gegen Fackelmarsch in Wittstock: Letzte Infos

Wittstock Plan
Der für Sam­stag, den 6. Dezem­ber 2014, in Wittstock/Dosse geplante Auf­marsch von Asylgegner_innen wird höchst­wahrschein­lich ohne beson­dere rechtliche Ein­schränkun­gen stat­tfind­en. Lediglich der Start­punkt des Aufzuges wurde von der Stadthalle zum Park­platzbere­ich vor der Bahn­hal­testelle umver­legt. Von dort aus soll es zunächst in die nördlichen Stadt­ge­bi­ete, bis zur Friedrich Schiller Straße gehen. In diesem Bere­ich ist dann eine Zwis­chenkundge­bung geplant.
Asylgegner_innen wollen direkt zu Flüchtling­sun­terkün­ften
Wie bere­its befürchtet, führt diese Marschroute bis in unmit­tel­bar­er Nähe zu Woh­nun­gen, in denen Geflüchtete unterge­bracht sind. Auch der Marsch mit Brand­fack­eln scheint bish­er polizeilich nicht unter­sagt zu sein. Vielmehr bekräftigte die Revier­führung, dass die Polizei mit einem großen Aufge­bot vor Ort sein wolle und die Sicher­heit ange­blich so garantieren könne.
Jedoch sind für den Fack­el­marsch unge­fähr 500 Per­so­n­en angekündigt, von denen ein großer Teil gewalt­bere­ite Neon­azis sein kön­nten. Im Inter­net wur­den in ein­er öffentlichen Ver­anstal­tungs­gruppe bere­its 362 Per­so­n­en ein­ge­laden. Nach neun Stun­den hat­ten heute allerd­ings erst 41 poten­tielle Versammlungsteilnehmer_innen, darunter aber viele ein­schlägig bekan­nte Neon­azis aus den Land­kreisen Prig­nitz und Ost­prig­nitz-Rup­pin, zuge­sagt. Eine reelle Teilnehmer_innenzahl schwankt möglicher­weise zwis­chen 100 und 250 Per­so­n­en.
Protes­tak­tio­nen geplant
Gegen den Auf­marsch sind aber auch Protes­tak­tio­nen geplant. Ziel dieser ist es, die Asylgegner_innen möglichst fern von den Flüchtling­sun­terkün­ften zu hal­ten.
Als Anlauf­punkt für alle die, die gegen den geplanten Fack­el­marsch protestieren wollen, wurde inzwis­chen auch ein Info­tisch in der Pritzwalk­er Straße Ecke Ringstraße angemeldet. Dieser befind­et sich an der Brücke über die Glinze und somit in unmit­tel­bar­er Nähe des Anlauf­punk­tes der Asylgegner_innen. Der Info­tisch wurde für die Zeit von 15.00 bis 22.00 Uhr angemeldet. Protest auf Augen­höhe scheint also in jedem Fall möglich.
Des Weit­eren plant die Kirche eine öffentliche Andacht in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr in der Wiesen­straße Ecke Meyen­burg­er Chaussee, einem möglichen Passier­punkt der Asylgegner_innen.
Die his­torische, von der Stadt­mauer umschlossene Alt­stadt schei­det hinge­gen offen­bar als Auf­marschfläche aus. Da die Stadt Witt­stock dort eine Wei­h­nachtsver­anstal­tung durch­führt, bleibt den Asylgegner_innen der Zugang zur Innen­stadt ver­wehrt. Dafür will das Bünd­nis „Witt­stock beken­nt Farbe“ zusät­zlich auf dem Markt Präsenz zeigen, um dort mit Bürger_innen ins Gespräch zu kom­men und ihnen Mate­r­i­al für ein Beken­nt­nis zu ein­er weltof­fe­nen Stadt zu übergeben.
Karte als PDF: Witt­stock Plan 6.12

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