21. September 2002 · Quelle: lausitzer rundschau v. 20.09.02

Schill-Partei will Ortrand

OSL-Kreis. Die poli­tis­che Nähe, die seit rund zwei Jahren nicht mehr exis­ten­ten Lan­des- und Kreis­struk­turen bei der Deutschen Sozialen Union (DSU) und Gespräche vor Ort im OSL-Kreis gaben dem am Woch­enende frisch gewählten Bran­den­burg­er Lan­desvor­sitzen­den der Schill-Partei, Dr. Dirk Weßlau aus Bernau, die Hoff­nung, dass DSU-Mit­glieder rei­hen­weise “über­laufen ” wür­den. Die Rede war von den etwa 30 Mit­gliedern des Ortsver­ban­des Ortrand/Kmehlen. Dessen Vor­sitzen­der Alf Korn, ehre­namtlich­er DSU-Bürg­er­meis­ter in Ortrand, sagte auf RUND­SCHAU-Nach­frage: “Zurzeit gibt es keine Ambi­tio­nen, zur Schill-Partei überzutreten. ” Den Schritt getan haben inzwis­chen die bei­den Sen­ften­berg­er Stadtverord­neten Fred Frah­now und Kurt Kos­mehl, die seit Mon­tag im Par­la­ment als Schill-Frak­tion auftreten. In der an Mit­gliedern armen DSU haben sie keine Zukun­ft für ihre poli­tis­che Arbeit gese­hen, so Frah­now. Vom Wech­sel erhof­fen sie sich mehr Dynamik und Zulauf, damit ein Ortsver­band gegrün­det wer­den kann, der in der zurück­ge­lasse­nen Partei längst nicht mehr existierte. Unter­dessen hält Lan­desvor­sitzen­der Weßlau zum DSU-Ortsver­band Ortrand/Kmehlen weit­er­hin Kon­takt. Er würde die dort funk­tion­ierende Struk­tur “gern übernehmen ” . Im Gespräch mit Bürg­er­meis­ter Korn seien “inhaltlich völ­lig gle­iche Ziele ” fest­gestellt wor­den. Damit seien aus sein­er Sicht die Voraus­set­zun­gen für eine Zusam­me­nar­beit gegeben.

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