8. August 2005 · Quelle: jugendschutz.net

Schließung von Hass-Listen bei Neonazi-Provider

Mit der Schließung mehrerer Web­sites bei einem argen­tinis­chen Provider, darunter die Seit­en des gewalt­bere­it­en Anti-Antifa-Net­zw­erks (AAN), hat die Län­der über­greifende Stelle jugendschutz.net erneut einen bedeu­ten­den Erfolg gegen Recht­sex­trem­is­mus im Inter­net erzielt.

Schon seit Län­gerem veröf­fentlicht­en die Betreiber des AAN unter dem Kampf­be­griff Anti-Antifa so genan­nte Fein­deslis­ten mit Infor­ma­tio­nen über Per­so­n­en, die sich gegen Recht­sex­trem­is­mus engagieren. Zulet­zt ver­bre­it­eten sie über den Neon­azi-Provider libre­opin­ion aus Argen­tinien ihre Hass-Lis­ten. In den ver­gan­genen Wochen hat­te das Web-Ange­bot mehrfach Auf­se­hen erregt, da einige der dort genan­nten Per­so­n­en lt. Zeitungs­bericht­en Opfer lebens­ge­fährlich­er Angriffe durch Neo-Nazis wur­den.

Im direk­ten Kon­takt mit dem zuständi­gen argen­tinis­chen Dien­ste-Anbi­eter des Nazi-Providers erre­ichte jugendschutz.net nun die kom­plette Sper­rung sämtlich­er Län­der-Sek­tio­nen des Anti-Antifa-Net­zw­erks. Außer­dem sper­rte der betr­e­f­fende Dienst weit­ere von jugendschutz.net benan­nte Web­sites mit volksver­het­zen­den und neon­azis­tis­chen Inhal­ten, die eben­falls über den Neon­azi-Provider erre­ich­bar waren.

jugendschutz.net set­zt seit Beginn der Pro­jek­tar­beit zum The­ma Recht­sex­trem­is­mus im Inter­net auf inter­na­tionale Zusam­me­nar­beit. Dazu gehört, auch im Aus­land Provider zu sen­si­bil­isieren und zur Äch­tung men­schen­ver­ach­t­en­der Inhalte zu bewe­gen. Erfolge wie dieser zeigen die Bedeu­tung ein­er solchen nach­halti­gen Pro­jek­tar­beit.

Um die Hand­lungsmöglichkeit­en gegen Ange­bote im Aus­land weit­er zu verbessern, hat jugendschutz.net vor zwei Jahren das Inter­na­tionale Net­zw­erk gegen Ras­sis­mus im Inter­net (www.inach.net) mit gegrün­det. INACH umfasst inzwis­chen Ini­tia­tiv­en aus 14 Staat­en. Durch koor­diniertes Vorge­hen ist es bere­its mehrfach gelun­gen, Län­der über­greifende Web-Ange­bote schließen zu lassen.

jugendschutz.net wurde 1997 als gemein­same Ein­rich­tung von den Jugend­min­is­tern der Län­der gegrün­det und ist an die Kom­mis­sion für Jugendme­di­en­schutz (KJM) ange­bun­den. Die Län­der über­greifende Stelle hat den Auf­trag, jugendge­fährdende und entwick­lungs­beein­trächti­gende Ange­bote im Inter­net zu über­prüfen und auf deren Verän­derung oder Her­aus­nahme zu drän­gen. Ziel ist ein ver­gle­ich­bar­er Jugend­schutz wie in den tra­di­tionellen Medi­en. Das Pro­jekt Recht­sex­trem­is­mus im Inter­net von jugendschutz.net wird seit 2002 vom Bun­desmin­is­teri­um für Fam­i­lie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im Rah­men des Aktion­spro­gramm “Enti­mon – Gemein­sam gegen Gewalt und Recht­sex­trem­is­mus” gefördert.

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