23. November 2003 · Quelle: BM / MOZ

Schmierereien an der Konzerthalle

(BM) Frank­furt (Oder) — Mit Schmier­ereien an der Konz­erthalle in Frank­furt (Oder) haben unbekan­nte Täter Bun­deswehrange­hörige verunglimpft. Außer­dem seien
gestern acht Plakate nahe des Gebäudes ent­deckt wor­den, die vor ein­er Mil­i­tarisierung der deutschen Außen­poli­tik war­nen, teilte die Polizei mit. Der Staatss­chutz ermt­telt. In der Konz­erthalle wurde gestern das Kom­man­do
über den Vertei­di­gungs­bezirk 85 an Oberst Gün­ter Seiche übergeben. Vorgänger Peter Graf trat in den Ruh­e­s­tand.

Konz­er­halle in Frank­furt (Oder) beschmiert

Parolen verunglimpfen Bun­deswehr

(MOZ) Frank­furt (Oder): Mit Schmier­ereien an der Konz­erthalle FF(O) haben unbekan­nte Täter Ange­hörige der
Bun­deswehr verunglimpft. Die Parolen ent­standen in der Nacht zum Fre­itag. In der
Nähe der Konz­erthalle wur­den zudem acht Plakate ent­deckt, auf denen vor ein­er
Mil­i­tarisierung der deutschen Aussen­poli­tik gewarnt wird.
Die Aktion ist ein weit­eres Indiz dafür, dass es in FF(O) eine, wenn wahrschein­lich
auch kleine, aber gut informierte Szene gibt, die mit mil­i­tan­ten Mit­teln gegen die
Poli­tik in der BRD protestiert. Die Schmier­ereien an der Konz­erthalle ent­standen
wenige Stun­den, bevor in dem Haus bei ein­er Festver­anstal­tung das Kom­man­do über den
Vertei­di­gungs­bezirk 85 an Oberst Gün­ter Seiche übergeben und sein Vorgänger Oberst
Peter Graf in den Ruh­e­s­tand ver­ab­schiedet wurde. Alle Gäste des Fes­tak­tes wur­den mit
den Schmier­ereien kon­fron­tiert, das es nicht gelun­gen war, diese rechtzeit­ig zu
beseit­i­gen.

Für Auf­se­hen hat­te in diesem Jahr kurz vor Ostern in
FF(O) bere­its ein Anschlag mil­i­tan­ter Bun­deswehrgeg­n­er erregt. Drei Män­ner, die bis
heute nicht iden­ti­fiziert wer­den kon­nten, hat­ten am 10. April einen Eimer mit
Fäkalien vor dem Büro von Rathaussprech­er Heinz-Dieter Wal­ter aus­gekippt. Wal­ter
hat­te zuvor im Namen der Stadt eine Präsen­ta­tion der Bun­des­ma­rine in FF(O)
vertei­digt und ver­sichert, dass die Frank­furter zur Bun­deswehr stün­den.

Eine weit­ere Aktion hat­te sich im Sep­tem­ber diese Jahres gegen die Frank­furter
Aus­län­der­be­hörde gerichtet. Dabei beliessen es die Täter nicht beim Beschmieren des
Gebäudes mit Parolen. Ins­ge­samt zwölf Scheiben in dem Gebäude wur­den einge­wor­fen,
Schlöss­er ver­schmiert und But­ter­säure verkippt. Anwohn­er hat­ten die Aktion
beobachtet und die Polizei informiert. Doch auch damals kon­nten die Täter unerkan­nt
entkom­men.

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