8. September 2005 · Quelle: Solid Brandenburg

Schulhof-CD gegen Antifa-Musik tauschen

Zur Ankündi­gung der NPD, bis zu 200.000 CDs mit rechter Musik als
Wahl­pro­pa­gan­da zu verteilen, erk­lären Ann Schom­burg, Bun­dessprecherin
von [sol­id] — die sozial­is­tis­che jugend und Helke Diers, Koor­di­na­torin
des Pro­jek­ts “auf­muck­en gegen rechts”:

Erneut ver­sucht die NPD, Jugendliche mit der Verteilung kosten­los­er
Musik-CDs für ihre ras­sis­tis­che und men­schen­ver­ach­t­ende Poli­tik zu
gewin­nen.

Bere­its im let­zten Jahr hat der bun­desweite Jugend­ver­band [sol­id] — die
sozial­is­tis­che jugend in Koop­er­a­tion mit Gew­erkschaft­sju­gen­den und
anderen Vere­inen das Pro­jekt “auf­muck­en gegen rechts” als Antwort auf
das recht­sex­treme “Pro­jekt Schul­hof” ges­tartet. Bekan­nte Kün­st­lerin­nen
und Kün­stler wie “Die Fan­tastis­chen Vier”, “Seeed”, Jan Delay, “Vir­ginia
jet­zt!”, “Die Sterne” oder Fer­ris MC stell­ten kosten­los einen Song zur
Ver­fü­gung.

Neben der Pro­duk­tion und Verteilung von 50.000 kosten­losen CDs mit
antifaschis­tis­chen Liedern fan­den bun­desweit bere­its weit über 100
Infor­ma­tionsver­anstal­tun­gen über Recht­sex­trem­is­mus und rechte Musik
sowie eine Vielzahl von Konz­erten statt.

Zur neuen Offen­sive der NPD bietet [sol­id] Schü­lerin­nen und Schülern
einen Tausch an: “Für jede Schul­hof-CD der NPD geben wir ein
antifaschis­tis­ches Aktion­spaket ab — statt nation­al­is­tis­ch­er Pro­pa­gan­da
brin­gen wir unsere “auf­muck­en gegen rechts”-CDs, Broschüren und
Aufk­le­ber auf die Schul­höfe”, erk­lärt Helke Diers, Sprecherin des
Arbeit­skreis­es Antifaschis­mus bei [sol­id].

“Wir kön­nen die Bekämp­fung des Faschis­mus nicht den Schulen oder dem
Staat über­lassen” begrün­det die 18-jährige ihr kon­se­quentes Engage­ment
gegen rechts. Deshalb rufe [sol­id] alle Jugendlichen dazu auf, selb­st
aktiv zu wer­den. “Das begin­nt mit der Ent­fer­nung rechter Pro­pa­gan­da im
öffentlichen Raum und geht bis zur Grün­dung von Antifa-AGs an Schulen
oder der dauer­haftem Arbeit in antifaschis­tis­chen Grup­pen.”

Von der Bun­desregierung fordern die Jugendlichen nicht nur finanzielle
Unter­stützung für zivilge­sellschaftliche Pro­jek­te, son­dern vor allem ein
Ende der Krim­i­nal­isierung. “Vor kurzem wur­den in Berlin zahlre­iche Räume
und Woh­nun­gen antifaschis­tis­ch­er Grup­pen von der Polizei durch­sucht, die
man des >über­steigerten Has­s­es auf die NPD< beschuldigte. Wer den Kampf
gegen Neon­azis so behin­dert und ver­fol­gt, kann nicht auf ein
Zurück­drän­gen ihrer Ideen hof­fen”, kri­tisiert Ann Schom­burg.
Wer eine Schul­hof-CD der NPD ein­tauschen, sich weit­er informieren oder
selb­st aktiv wer­den möchte, find­et unter

www.aufmucken-gegen-rechts.de

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