30. März 2003 · Quelle: Grüne Brandenburg

Schwedter Hafen: Ausbau von krebserregendem Müll zu begrüßen

Der bran­den­bur­gis­che Lan­desver­band von Bünd­nis 90/Die Grü­nen begrüßt den vom
Land­kreis Uck­er­mark angekündigten Aus­bau von 1200 Ton­nen hoch giftigem
Schred­der­ma­te­r­i­al aus dem Schwedter Hafen. Diesen hat die Kreisver­wal­tung in
einem Antwortschreiben an die bünd­nis­grüne Kreistagsab­ge­ord­nete Dr. Rotraut
Gille angekündigt. Das in den Fun­da­menten des Schwedter Hafen einge­baute
Mate­r­i­al stammt von der Lan­de­bahn des Flughafens Gatow und enthält Krebs
erre­gen­des Benzo(a)pyren in unzuläs­sig hoher Konzen­tra­tion.

Die Bünd­nis­grü­nen haben den Aus­bau seit langem gefordert. Wörtlich heißt es
in dem auf den 18. März datierten Antwortschreiben: “Nach Prü­fung der durch
die Kreisver­wal­tung vorgeschla­ge­nen Vari­anten hat sich die Hafenge­sellschaft
für den Aus­bau der HGT Schicht entsch­ie-den.” “Für diese Entschei­dung war es
höch­ste Zeit. Wir hof­fen, dass das Mate­r­i­al zügig ent­fer­nt wird, zumal eine
darunter liegende Beton­schicht, die das Grund­wass­er schützen soll,
unvoll­ständig ist”, sagte die Vor­standssprecherin des bran­den­bur­gis­chen
Lan­desver­ban­des von Bünd­nis 90/Die Grü­nen, MARIANNE GEHRKE.

“Für uns ist die Angele­gen­heit damit aber noch nicht been­det. Die Frage ist,
wie es über­haupt zum Ein­bau des gefährlichen Mate­ri­als unter diesen
Umstän­den kom­men kon­nte”, sagte MARIANNE GEHRKE. “Denn hier wur­den offen­bar
wesentliche Genehmi­gungs- und Sicher­heitsvorschriften mis­sachtet. So räumt
selb­st die Kreisver­wal­tung ein, dass gegen beste­hende Vorschriften ver­stoßen
wor­den ist. Let­ztlich führte dies dazu, dass Son­der­müll nur knapp einen
Meter über dem Grund­wasser­spiegel ver­baut wurde. Bünd­nis 90/Die Grü­nen
fordern alle beteiligten Behör­den — ins­beson­dere den Besitzer des Mülls, das
Bun­des­bauamt — auf, die Ver­ant­wortlichkeit­en für diesen Umwelt­skan­dal
umge­hend aufzuk­lären.”

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