29. November 2002 · Quelle: taz

Seelisch-sittliche Verwahrlosung

BERLIN


Die bei­den 17-jähri­gen Jugendlichen und der 23-Jährige, die in Pot­zlow in der Uck­er­mark den 16-jähri­gen Mar­i­nus Sch. bru­tal umge­bracht haben sollen, sollen psy­chi­a­trisch unter­sucht wer­den. Das sagte gestern der Neu­rup­pin­er Ober­staat­san­walt, Gerd Schnittch­er, zur taz. “Dabei geht es weniger um den Grad der Alko­holisierung, der schien sich in Gren­zen gehal­ten zu haben, son­dern um die seel­isch-sit­tliche Ver­wahrlosung.” Die bei­den 17-Jähri­gen hat­ten ges­tanden, den Förder­schüler, der vier Monate lang als ver­misst galt, wegen sein­er gefärbten Haare und HipHop­per-Hose bru­tal mis­shan­delt und in ein­er still­gelegten Jauchegrube ver­graben zu haben (taz berichtete). Der 23-Jährige, ein ein­schlägig vorbe­strafter Rechter und Brud­er eines der anderen Tatverdächti­gen, schweigt weit­er zu den Vor­wür­fen. Die Vor­sitzende der CDU-Land­tags­frak­tion, Beate Blechinger, hat­te am Mon­tag eine Erziehung­sof­fen­sive gefordert. Der Mord sei “aus seel­is­ch­er Ver­wahrlosung her­aus geschehen, die sich zufäl­lig ein Opfer gesucht” habe.

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