16. November 2003 · Quelle: JDJL

Seminare gegen den grauen Alltag

Bis zum Jahre­sende ver­anstal­ten die Bran­den­burg­er JungdemokratIn­nen / Junge Linke (JD/JL) eine ganze Rei­he von Sem­i­naren — “gegen den grauen All­t­ag”. Es wer­den aus radikaldemokratis­ch­er Sicht The­men wie Anar­chis­mus, Normierung, Sex­u­al­ität, Antifa, Grund­la­gen poli­tis­ch­er Arbeit sowie Pop­musik behan­delt — weit­er unten gibt es mehr Infos.

Die Sem­i­nare find­en alle­samt an Woch­enen­den in Jugend­her­ber­gen im Land Bran­den­burg statt. Die Teil­nahme kostet mit allem drum und dran (Unterkun­ft, Verpfle­gung usw.) 15 Euro pro Per­son. Anmelden geht über die JD/JL-Home­page www.jdjl-brandenburg.de oder über das JD/JL-Büro:


JungdemokratInnen/Junge Linke Bran­den­burg

Stahns­dor­fer Str. 100

14482 Pots­dam

(tel) 0331.704.93.63

post@jdjl-brandenburg.de

Friede, Frei­heit, Anar­chie!

Sem­i­nar zu Anar­chis­mus

28. — 30. Novem­ber

Der Anar­chistIn­nen gibt es einige. Nur einig sind sie sich nicht immer. Obwohl alle die Frei­heit des Einzel­nen als das wichtig­ste Ziel anse­hen, gibt es doch unter­schiedliche Vorstel­lun­gen der­er, die sich Anar­chistIn­nen nen­nen, worin diese Frei­heit beste­ht.
In dem Sem­i­nar soll ein Überblick über die ver­schiede­nen anar­chis­tis­chen The­o­rien geschaf­fen wer­den und ein Ein­druck von anar­chis­tis­chen Bewe­gun­gen früher (Spanien, Rus­s­land…) und anar­chis­tis­chen Organ­i­sa­tio­nen (graswurzel­rev­o­lu­tion, FAU, CNT…) ver­mit­telt wer­den. Let­zten Endes stellen wir uns dann die Frage, inwiefern Teile der anar­chis­tis­chen The­o­rie und Prax­is für unsere Poli­tik brauch­bar sind.

Normierung & Diszi­plin­ierung, Sub­ver­sion & Wider­stand

05. — 07. Dezem­ber

Schon mal gefragt, wie es kommt, dass die Klotüren z.B. in Schulen oft 30 cm über dem Boden enden?
Eine Rei­he von Insti­tu­tio­nen, sei es die Schule, das Mil­itär oder die Psy­chi­a­trie haben sich der Diszi­plin­ierung und Normierung des Indi­vidu­ums angenom­men. Wir wer­den eine Woch­enende über Macht und ihre Tech­niken, aber auch über Wider­stand und poli­tis­che Strate­gien der Sub­ver­sion disku­tieren. Keine Angst, auch wenn das The­ma vielle­icht abstrakt erscheint, so braucht ihr kein Philoso­phi­es­tudi­um um vor­beizukom­men und mitzud­isku­tieren.

Sex­u­al­ität

12. — 14. Dezem­ber

Lustvoll onanieren, begeis­tert Pornos guck­en, schwul/lesbisch Freuden erleben, neugierig sein oder ein­fach aus­pro­bieren:

All das und vieles mehr kommt in der Schule nicht zur Sprache. Für uns hat Sex allerd­ings wenig mit Fam­i­lie, Kirche und Kinderkriegen zu tun, aber umso mehr mit Lust und Spaß. Warum die Schule den­noch zur kon­ser­v­a­tiv­en Sex­ual­moral erzieht, was das alles mit Herrschaft zu tun hat und vieles mehr wollen wir mit euch disku­tieren.

Antifa heisst…

Antifaschis­tis­che Gegen­strate­gien

12. — 14. Dezem­ber

… Angriff? Marke tra­gen? Bier trinken? In diesem Sem­i­nar wer­den wir uns mit den ver­schiede­nen Ansätzen antifaschis­tis­ch­er Poli­tik beschäfti­gen und darüber disku­tieren, welche sin­nvollen Strate­gien es gibt, gegen die nogo- areas für Nicht-Deutsche, Behin­derte, Schwule und Linke in Berlin, Bran­den­burg und ander­swo anzuge­hen.
Auf der Tage­sor­d­nung ste­hen in diesem Sem­i­nar auch die Mil­i­tanzfrage, ver­schiedene Faschis­mus­the­o­rien und der Zusam­men­hang von Faschis­mus, Ras­sis­mus und Nation­al­is­mus. Aber es bleibt dabei: gegen rechte Hege­monie hil­ft immer noch am besten linke Poli­tik!

Grund­la­gen poli­tis­ch­er Arbeit

19. — 21. Dezem­ber

Wer poli­tisch etwas verän­dern will, muss sich engagieren und andere Men­schen überzeu­gen. Das Sem­i­nar soll Grund­ken­nt­nisse der poli­tis­chen Arbeit und den Umgang mit der Öffentlichkeit ver­mit­teln. Die Wahl der richti­gen Aktion oder eine gute Pressear­beit kann dann oft Wun­der bewirken.

Aber wie spreche ich Men­schen an und motiviere sie zur Pressear­beit? Wie erstelle ich ein Flug­blatt, das auch gele­sen wird? Wie schreibe ich eine Presseerk­lärung, die auch abge­druckt wird? Wie finanziere ich eine Zeitung, die auch etwas verän­dert, oder organ­isiere eine Ver­anstal­tung, die mitreißend wird?

Pop­kul­tur

Popoli­tisch musizieren…

19. — 21. Dezem­ber

Musik ist min­destens seit den 60ern ein wichtiger Bestandteil im Leben Jugendlich­er, was durch Musikvideos auf MTV und VIVA in den let­zten 20 Jahren nur noch ver­stärkt wurde. Am Anfang war Pop­musik zumeist tief poli­tisch — Rock ‘n Roll als Ent­fal­tungsmöglichkeit für Kinder aus Arbeit­er­m­i­lieus, der Hip­pie-Kult der 70er Jahre als Stimme der Antikriegs­be­we­gung gegen den Viet­namkrieg. Heute wird Pop­musik in Deutsch­land oft als unpoli­tisch ange­se­hen, doch das dies nicht immer so sein muß, hat zulet­zt das Pro­jekt „Brother‘s Keep­ers“ bewiesen. Natür­lich ist auch Musik nicht selb­stver­ständlich links, son­dern genau­so leicht von rechts zu beset­zen, nicht zulet­zt von den „Böh­sen Onkelz“, deren 96er Album, mit Songs wie „Türken­sau“ immer­hin auf Platz 2 der Verkauf­scharts stürmte. Wie poli­tisch ist Pop­musik heute und welche Inhalte wer­den ver­mit­telt? Gibt es auch in der Musik­szene den soge­nan­nten Recht­sruck? Ist der oft sex­is­tis­che HipHop-Jar­gon eine eigene Szene­sprache bzw. nur Kun­st oder ein­fach het­ero­sex­is­tis­che Scheiße?

Vorken­nt­nisse zum The­ma sind unwichtig da wir Song- und andere Texte lesen, CDs hören, Musikvideos guck­en und viel disku­tieren wer­den.

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