23. Februar 2015 · Quelle: linksunten.indymedia.org

Solidarität mit den von Polizeigewalt betroffenen Demonstrant*innen der Cottbus Nazifrei Demonstration am 15.02.2015

Wie bere­its in den vor­ange­gan­genen Jahren ver­suchte die recht­sex­treme NPD auch dieses Jahr am 15.02 wieder, die Bom­bardierung Cot­tbus’ infolge der Befreiung vom faschis­tis­chen Regime im Jahre 1945 zum Anlass zu nehmen, um ihre nation­al­is­tis­che Pro­pa­gan­da auf die Straße zu tra­gen. Unter dem Ban­ner Cot­tbus beken­nt Farbe fand sich auch dieses Jahr wieder ein mas­sives Aufge­bot von Gegendemonstrant*innen auf Cot­tbus’ Straßen ein, um den Geschichtsrevisionist_Innen den Weg zu Versper­ren und um dafür zu Sor­gen, dass Nazis und ihrer ver­brecherischen Ide­olo­gie kein Raum eingeräumt wird.
Die diversen, zum Teil erfol­gre­ichen Gege­nak­tiv­itäten wur­den jedoch über­schat­tet vom bru­tal­en Vorge­hen der zum Schutz der Faschis­ten einge­set­zten Polizist*innen. Damit, dass Polizei­wa­gen unkon­trol­liert in Men­schen­men­gen hinein rasen, dass Pfef­fer­spray infla­tionär einge­set­zt wird, dass solange auf Gegendemonstrant*innen eingeprügelt wird, bis diese wie im Falle unser­er Cot­tbusser Genossin schw­er ver­let­zt im Kranken­haus lan­den, wurde ein neuer vor­läu­figer Neg­a­tiv-Gipfel von Polizeiein­sätzen in Bran­den­burg erre­icht. Ein Neg­a­tiv-Gipfel, der seit dem 17.01.2015 in Frank­furt (Oder) in Folge der Gegen­proteste zu „Frank­furt (Oder) wehrt sich“ seinen Lauf nimmt.
Wir stellen die Insti­tu­tion Polizei ohne­hin in Frage und stellen keine Erwartun­gen an die Verteidiger*innen der herrschen­den Zustände – jedoch stellt sich trotz­dem die Frage, was mit dieser Tak­tik erre­icht wer­den soll? Hier wird von Neon­azis soge­nan­nter Protest auf die Straße getra­gen, der durch die frei­heitlich demokratis­che Grun­dord­nung legit­imiert ist. Wieso wird in diesem soge­nan­nten demokratis­chen Sys­tem, in dem das Prinzip ein­fach­er Mehrheit­en anson­sten (lei­der) Gang und Gebe ist, eine mar­ginale Ver­samm­lung ewig gestriger Anhänger_Innen nation­al­sozial­is­tis­chem Gedankenguts der Weg durch eine beachtliche Menge von Gegendemonstrant*innen geprügelt? Näm­lich um die beste­hende Grun­dord­nung zu legit­imieren, in der Ras­sis­mus, Nation­al­is­mus und faschis­tis­ches Gedankengut zum Wohle der soge­nan­nten Mei­n­ungs­frei­heit öffentlich­er Raum eingeräumt wird.
Aber es bleibt dabei: Faschis­mus ist keine Mei­n­ung, son­dern ein Ver­brechen! Offen zur Schau getra­gen­er Ras­sis­mus und Nation­al­is­mus eben­so!
Wir wer­den weit­er kämpferisch bleiben und wenn es sein muss, leg­en wir uns dabei auch mit der Staats­macht an. Ihr beruft euch mit eurem Han­deln auf die Pfeil­er eines brüchi­gen, men­sche­nun­würdi­gen Sys­tems, was es längst ver­passt hat zu begreifen, dass es am Ende ist. Wir lassen uns von euch nicht ein­schüchtern und es wird auch weit­er­hin kein ruhiges Hin­ter­land für Nazis und Faschis­ten geben!
Dieser Botschaft ver­ste­ht sich zugle­ich als Grußbotschaft an alle von staatlich­er Repres­sion und Polizeige­walt betrof­fe­nen Genoss*innen aus Cot­tbus und Umland.
Sol­i­darische Anarchist*innen und Antifaschist*innen aus Frank­furt (Oder).
No jus­tice, no peace – fight the police!

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