29. September 2012 · Quelle: Rote Hilfe Cottbus

Solidarität muss Praxis werden”

Seit einem Vierteljahr ist die Rote Hilfe in Cottbus aktiv

Seit Juli diesen Jahres gibt es wieder eine aktive Orts­gruppe der Roten Hil­fe in Cot­tbus, nach­dem diese län­gere Zeit ihre Aktiv­itäten eingestellt hat­te. Somit ist die Rote Hil­fe nun auch in Cot­tbus und Süd­bran­den­burg in konkreten Fällen wieder hand­lungs­fähiger und kann Men­schen, die auf­grund ihrer poli­tis­chen Arbeit von staatlichen
Repres­sion­sor­ga­nen ver­fol­gt wer­den, kon­se­quent unter­stützen. Die Neu­grün­dung erschien umso notwendi­ger, da ger­ade im Zusam­men­hang mit den Block­aden von Cot­tbus Naz­ifrei! gegen den NPD-Auf­marsch am 12. Mai die
mas­sive Polizeige­walt und die steigende Repres­sion auch in Cot­tbus spür­bar wur­den.

Am 21. Juni 2012 fand in Cot­tbus auf dem Bon­nasken­platz, direkt neben der alten Polizei­wache, eine Protestkundge­bung mit ca. 100 Teilnehmer_innen unter dem Mot­to „Polizeige­walt weg­bassen“ statt. Diesen
Aufruf nah­men einige Mit­glieder der Roten Hil­fe zum Anlass, um erst­mals wieder in der Öffentlichkeit aufzutreten, Info­ma­te­r­i­al zu verteilen und über das Prinzip der Roten Hil­fe aufzuk­lären. Des Weit­eren wur­den Spenden für die Rote Hil­fe gesam­melt. Diese Sam­me­lak­tio­nen fan­den im Rah­men der „100 Plus X für die Rote Hil­fe“ Kam­pagne statt. Dies ist eine Kam­pagne in der es darum geht, pro Orts­gruppe min­destens 100 Euro zusam­men zu bekom­men, wobei das „Plus X“ sig­nal­isiert, dass gern mehr gesam­melt wer­den darf.

Am Son­ntag, dem 2. Sep­tem­ber 2012 ver­anstal­tete die Orts­gruppe einen Soli-Brunch mit Soli-Bücherbasar. Der Brunch war eine super Möglichkeit, um sich auszu­tauschen, über aktuelle Vorkomm­nisse zu sprechen und neben­bei Spenden zu sam­meln, auch zahlre­iche Büch­er wech­sel­ten die Besitzer.

Die Orts­gruppe Cot­tbus übern­immt darüber hin­aus die Auf­gaben des Ermit­tlungsauss­chuss­es im Raum Süd­bran­den­burg. Der EA küm­mert sich bei linken Demon­stra­tio­nen und Aktio­nen um Festgenommene. Voraus­set­zung hier­für ist, dass umste­hende Men­schen die Namen der Festgenomme­nen an uns weit­ergeben, so dass wir ihnen Rechtsanwält_innen ver­mit­teln kön­nen und sie wom­öglich nicht ein­fach in der Gesa „vergessen“ wer­den oder in U‑Haft „ver­schwinden“.

Die Neu­grün­dung ein­er Orts­gruppe in Cot­tbus erschien notwendig, da eine ganze Rei­he link­er Struk­turen in der Region um Süd­bran­den­burg vorhan­den sind und auch diese nicht frei von Repres­sio­nen sind. Eine Orts­gruppe schafft prak­tis­che Sol­i­dar­ität und kann somit gewährleis­ten, dass die Betreu­ung von Unter­stützungs­fällen auf ein­er per­sön­lichen Ebene erfol­gt, sodass allen poli­tisch Aktiv­en geholfen wer­den kann und diese dazu ermutigt wer­den, trotz poli­tis­ch­er Repres­sion weit­er zu kämpfen.

In diesem Sinne: Sol­i­dar­ität ist eine Waffe. Gemein­sam für eine sol­i­darische Linke!

Weit­ere Infos und unsere Kon­tak­t­dat­en find­et ihr unter rotehilfecb.blogsport.de

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