12. Februar 2017 · Quelle: Cottbus Nazfrei

Solidarität statt Angst — Cottbus für Alle!

Seit 2010 versucht die NPD die Bombardierung der Stadt Cottbus am 15.02.1945 für ihre geschichtsrevisionistische Propaganda zu missbrauchen und dabei die Täter-Opfer-Rollen auszutauschen. Doch nachdem ihre Aufmärsche durch zivilen Ungehorsam unterbrochen, verkürzt und blockiert wurden, haben sie sich in den letzten beiden Jahren zu einer Kundgebung zurückgezogen. In diesem Jahr haben sie ihre Anmeldung sogar ganz abgesagt.

Seit 2010 ver­sucht die NPD die Bom­bardierung der Stadt Cot­tbus am 15.02.1945 für ihre geschicht­sre­vi­sion­is­tis­che Pro­pa­gan­da zu miss­brauchen und dabei die Täter-Opfer-Rollen auszu­tauschen. Doch nach­dem ihre Aufmärsche durch zivilen Unge­hor­sam unter­brochen, verkürzt und block­iert wur­den, haben sie sich in den let­zten bei­den Jahren zu ein­er Kundge­bung zurück­ge­zo­gen. In diesem Jahr haben sie ihre Anmel­dung sog­ar ganz abge­sagt.
Für uns ist das jedoch nur ein Zwis­ch­en­er­folg. Denn obwohl die NPD in Cot­tbus an Bedeu­tung ver­loren hat, gibt es andere rechte Bewe­gun­gen, die in den Straßen Angst und Ter­ror ver­bre­it­en. Sei es durch Het­zre­den auf Demon­stra­tio­nen der AfD, mit mar­tialis­chen Aufmärschen oder mit direk­ter
Gewalt.
Mit dem Wahler­folg der AfD und den Protesten der „Besorgten Bürg­er“ gegen Flüchtling­sheime entste­ht eine Stim­mung gegen eine offene und plu­rale Gesellschaft. Opfer sind häu­fig Migrant*innen (oder wer dafür gehal­ten wird), aber auch alle anderen Per­so­n­en die nicht in ihre völkisch-nationale Ide­olo­gie passen. Auch hier in Cot­tbus ver­suchen Nazi-Grup­pen die Straßen zu dominieren. Sie fühlen sich durch neurechte
Pro­pa­gan­da dazu legit­imiert.
Grade in dieser schw­eren Zeit ist es wichtig zusam­men­zuhal­ten und sol­i­darisch miteinan­der umzuge­hen. Viele Cottbusser*innen tun dies bere­its indem sie sich auf unter­schiedliche Weise für ein friedlich­es und respek­tvolles Miteinan­der engagieren.
Am 15.02.17 um 16.30 Uhr tre­f­fen wir uns am Haupt­ge­bäude der Uni­ver­sität zu ein­er laut­en und vielfälti­gen Demon­stra­tion. Wir ziehen gemein­sam ins Zen­trum der Stadt und vere­inen uns dort mit der zweit­en Demon­stra­tion vom “Cot­tbuser Auf­bruch”.
Lasst uns für eine Gesellschaft kämpfen, in der alle Men­schen gle­ich­berechtigt und ohne Angst miteinan­der leben kön­nen. Denn wir wis­sen: Sowas kommt von sowas. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschis­mus!

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