5. Oktober 2002 · Quelle: Märkische Allgemeine

Staatsanwalt erkennt kein fremdenfeindliches Motiv bei Überfall in Wittstock

WITTSTOCK/NEURUPPIN — Fünf Monate nach dem tödlichen Über­fall auf einen Rus­s­land­deutschen in Witt­stock (Ost­prig­nitz-Rup­pin) hat die Staat­san­waltschaft Neu­rup­pin fünf junge Män­ner wegen gemein­schaftlichen Totschlags und gefährlich­er Kör­per­ver­let­zung angeklagt, teilte die Staat­san­waltschaft mit. Der 24 Jahre alte Kajrat Batesov hat­te bei dem Über­fall am 4. Mai schw­er­ste innere Ver­let­zun­gen erlit­ten. Ihnen erlag er knapp drei Wochen später.


Ein frem­den­feindlich­es Motiv für den Über­fall kon­nte die Staat­san­waltschaft trotz inten­siv­er Ermit­tlun­gen nicht erken­nen. Die mut­maßlichen Täter sind bis­lang nicht als recht­sori­en­tiert aufge­fall­en. Möglicher­weise sei die Tat bei ein­er außer Kon­trolle ger­ate­nen Auseinan­der­set­zung zwis­chen rival­isieren­den Jugendlichen her­aus began­gen wor­den, hieß es. Die Tatverdächti­gen und die meis­ten Zeu­gen hät­ten nur sehr bruch­stück­hafte Angaben zum Tather­gang gemacht.

 

Die Angreifer sollen zunächst auf Batesov und einen weit­eren Rus­s­land­deutschen einge­treten haben. Anschließend habe ein­er der Täter einen etwa 30 mal 40 mal 30 Zen­time­ter großen Feld­stein mit voller Wucht auf den Oberkör­p­er des 24-Jähri­gen gewor­fen. Angreifer und Opfer waren nach Auskun­ft der Staat­san­waltschaft zuvor bei ein­er Tech­no-Dis­co gewe­sen. Das zweite Opfer kon­nte die Klinik nach kurz­er Zeit wieder verlassen.

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