6. Dezember 2010 · Quelle: Aktionsgruppe Stop Castor Biesenthal

Stop Castor Biesenthal

Protestaufruf: Eine der möglichen Castorstrecken vom 14. bis 16. Dezember führt über Biesenthal

Vom 14.–16. Dezem­ber soll ein Cas­tor-Zug mit hochra­dioak­tivem Atom­müll von Cadarache (Frankre­ich) nach Greifswald/Lubmin ins dor­tige Zwis­chen­lager rollen. Eine der möglichen Trans­port­streck­en führt über Biesenthal.

Dieser Trans­port ist nicht nur vol­lkom­men sinn­los (Was soll der Atom­müll in Greif­swald?), er ist auch gefährlich. Bei einem Unfall dro­ht eine radioak­tive Ver­strahlung der gesamten Umge­bung. Der Skan­dal ist aber vor allem, dass durch den Weit­er­be­trieb der Atom­an­la­gen immer weit­er Atom­müll pro­duziert wird, ohne dass es irgend­je­mand weiss, wie dieser Müll sich­er gelagert wer­den soll. Hochra­dioak­tiv­er Müll strahlt mehrere zehn­tausend Jahre. Völ­lig absurd ist es für einen solch lan­gen Zeitraum eine sichere End­lagerung garantieren zu wollen, wie zur Zeit in Asse und Morsleben auf tragis­che Weise betra­chtet wer­den kann. Das einzig vernün­ftige in dieser Sit­u­a­tion ist ein Ende der Atom­müll­pro­duk­tion, also die sofor­tige Abschal­tung aller Atomanlagen.

Wir wollen deswe­gen auch bei uns in Biesen­thal gegen den Cas­tor-Trans­port demon­stri­eren und zeigen, dass dieser Weg nicht wider­stand­s­los passier­bar ist.

Zur Zeit sind wed­er die Route noch der genaue Zeit­plan des Cas­tors bekan­nt. Wir haben deswe­gen vom 15.12. um 12 Uhr bis zum 16.12. um 24 Uhr eine Mah­nwache am Biesen­thaler Bahn­hof angemeldet. Das Bahn­hof­s­ge­bäude kön­nen wir als Infop­unkt, zum Aufwär­men, Kochen und Filme guck­en nutzen.

Mit Iso­mat­ten und Schlaf­säck­en kön­nen wir dort die Nacht ver­brin­gen. Der Bahn­hof ist stündlich direkt von Berlin-Licht­en­berg, Bernau und Eber­swalde aus erreichbar.

Und natür­lich wollen wir den Cas­tor block­ieren, wenn er über Biesen­thal fährt. Allerd­ings gilt es zu bedenken, dass wir es mit ein­er stark befahre­nen Strecke zu tun haben (für viele Biesen­tha­lerIn­nen ist es der Pen­del­weg zur Arbeit) und schnelle schwere Züge haben einen kilo­me­ter­weit­en Bremsweg .

Block­adeak­tio­nen müssen also sehr gut geplant und vor­bere­it­et wer­den. Lieber den Cas­tor durchrauschen lassen, als Men­schen­leben gefährden. Es ist auch nicht aus­geschlossen, dass die Polizei von Block­iererIn­nen die
Per­son­alien aufn­immt und dann anschliessend die Staat­san­waltschaft ein Strafver­fahren wegen “Gefährlichen Ein­griff in den Schienen­verkehr” eröffnet.

Für den Fall, dass der Cas­tor nicht über Biesen­thal fährt, gibt es die Möglichkeit noch nach Greif­swald zu fahren und sich dort den Protesten und Block­aden anzuschliessen.

Aktion­s­gruppe Stop Cas­tor Biesen­thal
stop-castor-biesenthal@gmx.de
0162 — 3987982

Mehr Infor­ma­tio­nen zum Cas­tor-Trans­port: http://www.lubmin-nixda.de/

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Beiträge aus der Region

Monolog mit meinem „asozialen“ Groß­vater — Ein Häftling in Buchen­wald. Ein The­ater­stück von und mit Har­ald Hahn im Kul­tur­bahn­hof Biesen­thal am 12. Okto­ber 2021, 19:00 Uhr
Vom 10.–12. Sep­tem­ber ver­anstal­tet die Jugend­bil­dungs- und Freizei­tini­tia­tive Bernau e.V. (biF e.V.) mit lokalen lokalen poli­tis­chen Ini­tia­tiv­en wie „Barn­im für Alle“ und dem „Bürger*innenasyl Barn­im“ einen anti­ras­sis­tis­chen Kongress. 
Anlässlich des Som­mer­fests der AfD auf dem Eber­swalder Mark­t­platz haben wir in der Nacht zum Son­ntag, 22.08.21 die Ver­anstal­tungs­fläche mit liter­weise gereiftem Urin getränkt.

Opferperspektive

Logo de rOpferperspektive Brandenburg

NSUwatch Brandenburg

Polizeikontrollstelle

Logo der Polizeikontollstelle - Initiative zur Stärkung der Grund- und Bürgerrechte gegenüber der Polizei

Netzwerk Selbsthilfe

Termine für Potsdam

Termine für Berlin

Suche

  • Kategorien


  • Regionen



Inforiot